Westerhoff MandlaDie Spvgg. Erkenschwick kann im Westfalenliga-Nachholspiel am Donnerstag in Wanne-Eickel (Anstoß: 18 Uhr, Mondpalast-Arena) den DSC endgültig von Platz zwei verdrängen. Die Chancen stehen besser denn je. Trainer René Lewejohann kann sich ein verschmitztes Lächeln nicht verkneifen: Es ist gerade wenige Wochen her, da führte Wanne-Eickel die Westfalenliga 2 mit einem Vorsprung von sieben Punkten auf Erkenschwick an. „Und hatte noch weniger Spiele absolviert als wir.“  

 

           Wiedersehen in Wanne: Der Ex-Erkenschwicker Sebastian Westerhoff (l.), spielender Co-Trainer beim DSC, und Philipp Mandla.  Foto: Olaf Krimpmann

Zwar haben die Floßbach-Mannen noch immer ein Spiel „in Hinterhand“, aber die Schwarz-Roten haben den Rückstand mehr als wettgemacht, haben nun zwei Punkte Vorsprung auf Wanne. Trotzdem will sich Lewejohann nicht verrückt machen lassen: „Dass diese Konstellation so gekommen ist, haben sich meine Jungs redlich verdient. Aber Druck verspüren wir keinen. Wir sind nicht die Gejagten, wir sind die Jäger.“

Und genau mit dieser Einstellung will „Lewe“ am Donnerstag ins Nachholspiel in der Mondpalast-Arena gehen. Von einem fußballerischen Leckerbissen geht der Ex-Profi nicht gerade aus. Wanne, das zweimal in Serie verlor, muss was tun, um seinen Negativlauf zu stoppen. Erkenschwick, das dreimal in Folge gewann, kann abwarten. Eigentlich. „Es ist Derby und es ist ein Kracher“, sagt Lewejohann. „Da gewinnt der, der mehr will.“

Dass das seine Mannschaft sein wird, steht für den Erkenschwicker Trainer nicht in Zweifel. Ein Faktor könnte allerdings der Rasenplatz in der Mondpalast-Arena sein. Erkenschwick hatte zuletzt nur auf Kunstrasen gespielt, das Geläuf in Wanne indes ist aktuell in einem desolaten Zustand. „Kein Wunder nach dem Winter – und wenn dann auch noch zwei Mannschaften darauf trainieren…“, sagt Wannes Co-Trainer Sebastian Westerhoff.

 René Lewejohann war Zaungast beim 1:1 von Westfalia Herne gegen Siegen am Samstag, eben auch, um die Platzqualität zu begutachten: „Der Rasen hat eine Qualität wie der Acker von Bauer Ewald in Haltern“, winkt der Spvgg.-Trainer ab.

 Schön dürfte das Topspiel damit in der Tat kaum werden, dafür intensiv. „Wir sind Mentalitätsmonster geworden, wir nehmen das Spiel an“, sagt Lewejohann kurz und knapp.

 Der lässt sich vor dem Derby nicht in die Karten gucken. Wer es in die Startelf schafft, wer als Joker auf der Bank sitzt, bleibt vorerst Betriebsgeheimnis.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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