hildwein thomas 04Torlos endet das Westfalenliga-Spitzenspiel zwischen YEG Hassel und der Spvgg. Erkenschwick am Sonntag. Beide Teams hatten großen Respekt voreinander. Der eine Zähler hilft eher den Schwarz-Roten weiter. Denn die setzen im Kampf um Platz zwei weiter den DSC Wanne-Eickel unter Druck – und haben gleichzeitig Hassel auf Distanz gehalten. Nichts erinnerte am Lüttinghof mehr ans Erkenschwicker 1:6-Debakel aus der Hinrunde.

 

Kein Elfmeter: Dieses Foul an Thomas Hildwein verlegt Schiedsrichter Lukas Sauer außerhalb des Strafraums. Der Freistoß brachte nichts ein. Foto: Olaf Krimpmann

 Mit dem Resultat im Hinterkopf versuchten beide Mannschaften von Beginn an, im Mittelfeld die Kontrolle zu erobern. Viele Spielzüge endeten vorzeitig, viele klare Torchancen gab es folglich nicht zu notieren.

„Es war klar: Wer in Rückstand gerät, verliert das Spiel“, meinte Erkenschwicks Trainer René Lewejohann. Der konnte mit dem Punkt daher gut leben: „Wir haben bei der spielstärksten Mannschaft der Liga gepunktet, das ist eine Leistung.“

Mit ein wenig Glück wäre sogar mehr bei rausgekommen. In der 66. Minute etwa wurde Thomas Hildwein auf der Linie des Strafraums rustikal zu Fall gebracht – Schiedsrichter Lukas Sauer verlegte den Tatort einen Meter zurück, statt Elfmeter gab es Freistoß, der nichts einbrachte. Und in der Nachspielzeit entwischte Bernard Gllogjani einmal seinem Schatten Savas Turhal: Aus spitzem Winkel schaffte es der Erkenschwicker Offensivmann aber nicht, Hassels Keeper Enes Kurt zu überwinden.

 Der war auch auf dem Posten, als es Jan Binias in der 33. Minute mit Gewalt aus der zweiten Reihe versuchte – Kurt klärte den Distanzschuss mit den Fäusten zur Ecke.

 Nicht eingreifen musste Kurt, als Gllogjani, mustergültig bedient von Hildwein, aus elf Metern abziehen durfte, aber in Rücklage geriet und das Leder frei über das Tor jagte (59.).

 Aber weder aus dem Spiel noch bei Standards konnten beide Teams wirkliche Gefahr heraufbeschwören. Die „Box“ blieb für beide Teams oft tabu, da beide eben auch aufmerksam verteidigten.

 Auf der Gegenseite verpasste Arthur Fell zweimal das Tor: in der zehnten Minute dribbelte und dribbelte Hassels Offensivmann, ehe ihm Spvgg.-Keeper Philipp Kunz den Ball abluchste. In Minute 44. scheiterte Fell abermals an Kunz, als dieser am kurzen Pfosten parierte.

 Kunz bewies seine aktuelle starke Form auch in der 77. Minute, als er einen tückischen Aufsetzer von Enes Demircan parierte – der Rasenplatz im Lüttinghoff glich dabei eher einer Wiese denn einem Spielfeld.

 Für die „Schwicker“, die noch das aufreibende Spiel in Wanne drei Tage zuvor in den Knochen hatten, ging das 0:0 damit in Ordnung. Was es schlussendlich wert ist, wird die Saisonabrechnung am 27. Mai zeigen.           

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

Zum Seitenanfang