gllogjaniZwölf Punkte liegen in den verbleibenden vier Spielen „im Topf“. Wie viele die Spvgg. Erkenschwick in der Westfalenliga davon holen muss, um Platz zwei zu halten, interessiert René Lewejohann herzlich wenig. „Wir wollen weiter Druck machen“, sagt der Trainer. Druck auf Verfolger Wanne, Druck auch auf Spitzenreiter Holzwickede. Der ist zwar bereits auf sieben Punkte enteilt, aber was heißt das schon?

 

  Bernard Gllogjani Fußball Westfalenliga Spvgg. Erkenschwick Saison 2017/2018 Zuletzt glücklos, davor torgefährlich: Bernard Gllogjani, Erkenschwicks Mittelstürmer. Foto: Olaf Krimpmann

„Wir werden Holzwickede weiter jagen“, verspricht Lewejohann. Er ahnt: „Jetzt kommen die ekligen Spiele.“ Spiele eben, die schwer sind, weil der Gegner mit dem Rücken zur Wand steht. Wie Westfalia Wickede, Gegner der Spvgg. am Sonntag.

 Das 7:0 im Nachholspiel gegen Absteiger Resse am Mittwoch hat zwar im Dortmunder Osten den größten Druck genommen, aber sportlich gerettet ist die Westfalia damit nicht. Der Tabellenelfte profitierte beim Kantersieg auch von der Roten Karte für Resses Keeper Kingsley Moses in der 27. Minute – in Überzahl erzielte die Westfalia dann alle sieben Tore, was das Resultat erklärt.

 Erkenschwick hatte wenige Tage zuvor gegen Resse einen weitaus längeren Atem benötigt, kam am Ende aber doch zu einem klaren 3:0. Parallelen zwischen beiden Gegnern sieht René Lewejohann dabei durchaus: „Wickede kann ein ähnliches Spiel werden wie das gegen Resse, nur dass der Gegner vielleicht diesmal nicht so tief stehen wird.“

Folglich wird auch im Pappelstadion oberste Maxime sein, Geduld zu bewahren. Die Chance, irgendwann zum entscheidenden Schlag auszuholen, komme dann zwangsläufig, so das Kalkül.

 Der Erkenschwicker Trainer plant mit dem gleichen Kader wie in der Vorwoche, wobei Philipp Mandla wieder ins Team zurückkehren wird.

„Die Spieler spüren, dass sich hier etwas bewegt“

Hinter den Kulissen wird bei der Spvgg. darüber hinaus fleißig am neuen Kader gefeilt. Mit einem erfahrenen Stürmer sei er schon klar, sagt René Lewejohann. „Aber auch auf den Außenpositionen brauchen wir noch torgefährliche Leute.“

Viele Gespräche liefen gerade, es seien viele aussichtsreiche dabei – und das unter den bekannt schwierigen Bedingungen. Lewejohann: „Was andere Vereine zum Teil aufrufen, können wir nicht. Ich kann vielleicht mit einem Baguette und einer Schachtel Zigaretten locken. Trotzdem wollen Spieler zu uns wechseln. Weil sie spüren, dass sich hier etwas bewegt.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

Westfalia Wickede - Spvgg. Erkenschwick;

So., 15 Uhr – Pappelstadion.

Navi: Fränkischer Friedhof 75, 44319 Dortmund

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