mandla piechottkaDer TuS 05 Sinsen ist seit vier Spielen unbesiegt, die Spvgg. Erkenschwick hat zwei Niederlagen in Serie in den Knochen. Dass die Schwarz-Roten an Pfingstmontag nicht mit breiter Brust ins Derby am Stimberg gehen (Anstoß: 15 Uhr), liegt daher auf der Hand. Wie gewohnt, marschiert dabei einer vorweg: René Lewejohann. „Es ist doch gut, dass jetzt das Derby kommt. Jetzt zählen keine Ausreden wie Verletzungspech oder Sorgen auf bestimmten Positionen nicht mehr.“ 

 

Marvin Piechottka Philipp mandla TuS 05 Sinsen Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2017/2018 Derby Im Hinspiel hier zweiter Sieger gegen Philipp Mandla, will Marvin Piechottka im Rückspiel am Stimberg den Spieß umdrehen. Foto: Olaf Krimpmann

Aus seiner eigenen Zeit als Profi weiß der 34-Jährige zu gut: Gerade solche Spiele sind es, die schnell einen Umschwung bewirken können. Vorausgesetzt: Die Mannschaft nimmt das Spiel an.

„Montag zeigt sich auf dem Platz: Bist du einer oder bis du keiner?“, so der Erkenschwicker Trainer. „Ich bin überzeugt vom Charakter meiner Mannschaft. Aber den Charakter muss sie eben auch auf den Platz bringen.“ Fest steht für ihn nur: „Es wird kein fußballerischer Leckerbissen, im Gegenteil. Ich erwarte ein eher körperbetontes Spiel.“ Ein Derby eben…

Wie der Erkenschwicker Kader aussehen wird, ist offen. Fest steht, dass Stammkräfte wie Philipp Kunz, Jannik Bröcker oder Philipp Mandla kaum auflaufen dürften, wobei es beim Innenverteidiger leichte Entwarnung gibt: Im MRT wurde „nur“ eine Kapselverletzung und eine starke Prellung im Fuß diagnostiziert, und nicht, wie anfangs befürchtet, ein Bruch. Lewejohann: „Aber bis Montag ist es nicht mehr lange hin. Ich gehe daher nicht davon aus, dass wir ihn auf dem Platz sehen werden.“

Piechottka verspricht Sinsener Offensivfußball

 Während sich Sinsen in den vergangenen Wochen mit fulminantem Offensivfußball – zuletzt gab es einen 6:1-Sieg beim Tabellendritten DSC Wanne-Eickel – aus dem Tabellenkeller geschossen hat, hat die Spvgg. Platz zwei vorerst verspielt. Für das Derby am Pfingstmontag verspricht Sinsens Marvin Piechottka: „Wir wollen drei Punkte mitnehmen, genau so, wie wir es in Wanne wollten. Zu verschenken haben wir nichts, wir wollen die Saison sportlich korrekt zu Ende bringen.“

Möglicherweise wäre der Oer-Erkenschwicker in Diensten des TuS 05  nach der Jugend und einem Jahr in den Senioren beim FC 96 Recklinghausen auch wieder bei seinem Stammverein Spvgg. Erkenschwick hängen geblieben. Aber sein eines Jahr dort war keins, an das er gerne zurückdenkt: „Irgendwie war immer was, war ich oft verletzt. Es lief nicht.“

Ob er’s nun klammheimlich mit den Schwarz-Roten hält im Endspurt, damit will der 27-Jährige natürlich nicht raus, wie könnte er auch? Am Montag, verspricht Piechottka, habe er selbst ja noch einiges gut zu machen. „Im Hinspiel habe ich zwei klare Dinger versiebt“, blickt "Piecho" zurück, der seine fünfte Saison an der Schulstraße spielt. Erkenschwick siegte damals 1:0.

 Gegen eine Wiederholung spricht, dass Sinsen gerade wirklich einen Lauf hat. „Die sechs Tore in Wanne waren schon gut“, findet Piechottka. „Aber auch davor in Brackel haben wir uns sechs, acht richtig gute Chancen herausgespielt.“

Und das darf man durchaus als kleine Kampfansage für Montag ansehen: „Wir haben uns gegen keinen Gegner einfach nur hinten reingestellt. Ich glaube nicht, dass wir das ausgerechnet in Erkenschwick tun werden.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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