hegel kevin 6Eigentlich hatte man gedacht, das Aufeinandertreffen der beiden bis dahin verlustpunktfreien Titelanwärter RWE und Spvgg. sei zwar erst die dritte von fünf Partien am Sonntag, aber schon eine Art Endspiel. Der Sieger hätte den Titel so gut wie sicher. Aber es sollte anders kommen. Rot-Weiß konzentrierte sich gegen die Spvgg. aufs Kontern über den pfeilschnellen Sebastian Fricke, während sich die Schwarz-Roten gegen die massive Defensive der „Honermänner“ zunächst schwer taten.

 

Kevin Hegel (am Ball im Duell mit Manuel Portmann von RWE) holten sich trotz des 1:1-Unentschiedens im direkten Duell mit Rot-Weiß den Titel. RWE ließ beim 1:1 gegen GWE Punkte liegen. Foto: Schneider

 Von Felix Bernemann in Szene gesetzt brachte Sebastian Fricke Rot-Weiß aus spitzem Winkel in Führung, auch wenn Spvgg.-Keeper Marvin Kröger noch am Ball war (17.). Auf der anderen Seite verzog Hegel einen Kopfball (18.), Jannick Weber versuchte es auch mit dem Kopf, scheiterte aber am ausgezeichnet reagierenden Thorben Peschel im RWE-Tor (22.). Als dann Manuel Portmann im eigenen Sechzehner mit gestrecktem Bein gegen Deniz Bastürk zu Werke ging, hatte er Glück, dass Schiedsrichter Mahmut Arik nicht pfiff (26.). 2

 Unter den Augen von Spvgg.-Cheftrainer René Lewejohann, der Jörg Tottmann und Jörg Weißfloh das Coachen überließ, steigerte sich der ESV in der zweiten Hälfte, während bei RWE die Kräfte nachließen. Hegel scheiterte an Peschel, den Abpraller fälschte Marc Thiesmeier beinahe zum Eigentor ab (39.). Ein weiterer Konter über Fricke verpuffte (41.), auf der Gegenseite setzte Djaniny Cleitos Dos Santos Tavares das Leder an den Pfosten (42.). Den Ausgleich stellte dann aber Kevin Hegel nach schönem Pass über 50 Meter von Orest Kshyk her (45.).

 RWE fehlte nun bei deutlich besserer Tordifferenz gegenüber der Spvgg. noch ein Sieg über GWE, das zuvor den FC 26 mit 4:0 geschlagen hatte, zum möglichen Titelgewinn. Aber die Grün-Weißen spielten da nicht mit. Eine Dreiviertelstunde lang fielen keine Treffer, dann brachte Sebastian Bozjak GWE mit einem Schuss aus der zweiten Reihe in Führung (45.). Mehr als der Ausgleich durch Emre Odabas, der den Ball aus 17 Metern in die Ecke schlenzte (55.), gelang RWE nicht mehr.

 Jetzt hatte die Spvgg. wieder alle Trümpfe in der Hand und musste nur noch den SV Titania im letzten Spiel des Tages schlagen. Das war dann gegen einen müden Gegner nur eine Formsache, Hegel (17.), Djaniny Cleitson Dos Santos Tavares per direktem Freistoß (21.), Sascha Drepper (23.) und Kshyk (27.) schossen schon in der ersten Hälfte eine 4:0-Führung heraus. Hegel (38.), Dos Santos Tavares (55.) und Drepper (60.) schraubten den Sieg des neuen Titelträgers noch zum 7:0 in die Höhe.

 Bevor die Entscheidung über den Titelgewinn fiel, hatte sich die Mannschaft von Ausrichter SV Titania den ersten Sieg gesichert. Beim 3:2 über den FC 26 brachte Jan-Henrik Plumpe die Gastgeber in Führung (25.), ehe die ebenfalls bis dahin noch sieglosen Rapener die Partie durch Treffer von Nico Wieke (43.) und Erwin Luvuvamu Kapela (48.) drehten. Titania tat es ihnen durch Tore von Mahmut Karatas (55.) und nochmals Plumpe unmittelbar vor Abpfiff gleich. So wurde der SV Titania Vorletzter, der FC 26 belegte ohne einen Punkt den fünften Platz.

Quelle: Stimberg Zeitung

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