Grosse Puppendahl lukas 4Mit einem 2:0-Sieg über TuS Haltern zieht die Spvgg. Erkenschwick als Gruppensieger ins Halbfinale um den Cranger-Kirmes-Cup ein. Es war weder ein glücklicher oder gar unverdienter Erfolg des Westfalenligisten, sondern ein logischer. Trainer René Lewejohann durfte nach Spielschluss mehr als zufrieden sein: „Alles, was wir uns vorgenommen hatten, ist aufgegangen. Wir haben stark gegen den Ball gearbeitet, so gut wie nichts zugelassen und immer wieder Nadelstiche gesetzt.“

 

Immer nah am Gegenspieler: Lukas Große-Puppendahl ist Zweikampfsieger gegen Halterns Neuzugang vom SV Schermbeck, Jannis Scheuch. Foto: Olaf Krimpmann

 Obwohl der Ex-Profi versicherte: „Wir wissen auch dieses Spiel in die richtige Schublade einzuordnen“, war „Lewe“ vom Auftreten seiner Mannen begeistert: „Es war das perfect game“, das perfekte Spiel also.

 Das plätscherte zehn, zwölf Minuten vor sich hin, ehe der Westfalenligist sich als die aktivere, bissigere Mannschaft zeigte. Halterns Trainer Magnus Niemöller, der neun Spieler aus dem Oberligakader in Haltern zum Training gelassen hatte, musste mitansehen, wie seiner Mannschaft gegen eine gut gestaffelte Spvgg.-Defensive wenig einfiel. „Wir hatten zwar bisweilen viel Ballbesitz, kamen aber nicht ins letzte Drittel“, analysierte der Übungsleiter. Folglich fehlten dem TuS klare Abschlüsse. Die hatte dafür der Westfalenligist.

 Philipp Mandla scheiterte mit einem Distanzschuss an TuS-Keeper Alex Rothkamm (8.), Bernard Gllogjani verzog aus 18 Metern knapp (20.), und Skandar Soltane scheiterte aus spitzem Winkel (23.).

 Verdient fiel die Erkenschwicker Führung: Dennis Weßendorf drosch in der 34. Minute den Ball in den Halterner Strafraum, und am zweiten Pfosten stand Kevin Lehmann und erzielte das 1:0. Halterns erster Warnschuss durch Lutz Rheydt (40.) wurde von Spvgg.-Keeper Marvin Kröger mit den Fingerspitzen zur Ecke gelenkt.

 Nach der Pause und etlichen Wechseln bei der Spvgg. (Haltern tauschte nur einmal) hatte der Oberligist zwar gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, nennenswerte Torschüsse gab es erst spät, als zweimal Deniz Batman abzog (83.; 85.), aber an Kröger scheiterte.

 Da war die Partie längst entschieden. Nach einem Foulspiel von Christoph Kasak an Kevin Hegel (83.) gab es Elfmeter, den Ahmet Inal zum 2:0 verwandelte.

 Während Haltern am Donnerstag im Halbfinale auf Gastgeber SV Sodingen (19.30 Uhr) trifft, wird Erkenschwicks Halbfinalgegner erst am Dienstagabend ermittelt: Es wird Westfalia Herne, DSC Wanne-Eickel oder Wanne 11 werden.

   TuS Haltern: Rothkamm – Landewee, Kasak, Diericks, Forsmann – Schultze (46. Vennemann), Opiola, Rheydt, Batman, Oerterer – Scheuch.

 Spvgg. Erkenschwick: Kröger – Sawatzki, Mandla, Konarski, Weßendorf – Gökdemir, Bastürk (46. Große-Puppendahl), Soltane (46. Hegel), Lehmann (46. Erdem) – Gllogjani, Conde (46. Inal).  Tore: 0:1 Lehmann (33.), 0:2 Inal (78.; Foulelfmeter)

 Halbfinals (Do., 26. Juli)  Spvgg. Erkenschwick. - Zweiter Gruppe B (17.45 Uhr)  SV Sodingen - TuS Haltern (19.30 Uhr)

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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