konarski dennis 11Wenn der Trainer an der Außenlinie zuweilen schneller mit seinen Anweisungen ist als es die Beine seiner Spieler sind, dann weiß jeder: Die Belastung ist hoch, nicht alles ist gerade leicht. Beim Westfalenligisten Spvgg. Erkenschwick war dies am Mittwoch deutlich zu spüren. Das Testspiel gegen den Oberligisten FC Schalke 04 ging vor 150 Zuschauern 1:5 (0:3) verloren. Richtig krumm nahm die Niederlage den Schwarz-Roten niemand, am wenigsten der eigene Trainer. Der fand: „Das war ein guter Test gegen einen richtig starken Gegner.“

 

Erkenschwicks Pechvogel: Innenverteidiger Dennis Konarski (rechts) fiel früh verletzt aus. Foto: Olaf Krimpmann

Einer, der nicht nur gedankenschneller war und technisch versierter, der auch die flinkeren Beine hatte. Vor allem zwischen der 15. und 45. Minute spielten die Königsblauen einen sehenswerten Ball und kamen zur Pause nach Treffern von Donis Avdijaj (19.), Serdar Bingöl (25.) und Sandro Plechaty (37.) zu einer 3:0-Führung.

 Chancenlos waren die Platzherren aber nicht, auch wenn es nicht gerade Torszenen im Minutentakt gab. Erst prüfte Ahmet Inal Schalkes Keeper mit einem strammen Freistoß (33.), dann köpfte Bernard Gllogjani an den Innenpfosten des Schalker Tores, von wo aus der Ball zurück ins Feld sprang (77.), ehe „Berni“ die Leistung der Schwarz-Roten dann doch mit dem Anschlusstreffer zum 1:4 belohnte (80.).

 Denn die hatten mittlerweile Zugriff zum Spiel gefunden und den Ball weitgehend aus der Gefahrenzone gehalten. Dass Schalke dennoch zwei weitere Treffer (48.; 89.) erzielte, juckte im Erkenschwicker Lager nicht wirklich.

 Anders dürfte das am Donnerstag sein, wenn die „Schwicker“ beim Cranger-Kirmes-Cup ihr Halbfinalspiel gegen den DSC Wanne-Eickel bestreiten (Anstoß: 17.45 Uhr). Spätestens nach dem 2:0 im Gruppenspiel gegen Haltern ist das Selbstbewusstsein groß.

 Trainer René Lewejohann: „Wenn man einmal soweit gekommen ist bei diesem Turnier, will man es auch gewinnen.“ Offen ist, ob Dennis Konarski dabei sein wird. Der Innenverteidiger fiel gegen Schalke mit einer Oberschenkelverletzung aus.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

Spvgg.: Kröger (46. Gabisch) – Tottmann (60. Sawatzki), Mandla, Konarski (12. Weßendorf), Lehmann (60. Bastürk) – Große-Puppendahl (69. Erdem), Gökdemir – Dos Santos (46. Gllogjani), Soltane (46. Drepper), Binias (60. Heine) – Inal (46. Conde).

Tore: 0:1 Avdijaj (19.), 0:2 Bingöl (25.), 0:3 Plechaty (33.), 0:4 Zahn (48.), 1:4 Gllogjani (80.), 1:5 Boujellab (89.).

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