rudelbildung gegen wanne 2018TuS Haltern und DSC Wanne-Eickel bestreiten das Finale um den Cranger-Kirmes-Cup. Der Spvgg. Erkenschwick bleibt das Spiel um Platz drei. Wie im vergangenen Jahr scheiterten die Schwarz-Roten auch diesmal im Halbfinale am DSC Wanne-Eickel. Am Donnerstag unterlagen sie mit 1:2 (0:1). Unter dem Strich war es nicht ganz unverdient, denn Wanne hatte den einen oder anderen Schuss aufs Tor mehr zu bieten. Das aber war‘s auch schon.

 

Cranger-Kirmes-Cup 2018 Halbfinale Rudelbildung Spvgg. Erkenschwick DSC Wanne-Eickel David Sawatzki Davide Basile Wortreiches Treffen zweier Ex-Mitspieler: Erkenschwicks David Sawatzki (2. v. l.) und Wannes Neuzugang Davide Basile (Nr. 5) haben sich offenbar einige Worte zu sagen. Foto: Olaf Krimpmann

 

 In einem der fußballerisch sicher schlechtesten Halbfinals der Turniergeschichte hatten sich beide Mannschaften nämlich aufgerieben in Zweikämpfen, die zweifelsfrei nicht immer fair geführt wurden, und einigen nicht ganz netten Verbalattacken.

 Schon in der Trinkpause der ersten Halbzeit schwante Spvgg.-Trainer René Lewejohann nichts Gutes: „Meinen Sie, Sie haben das Spiel unter Kontrolle?“, fragte der das Schiedsrichtergespann.

 In der Tat versuchten es die Unparteiischen um Sascha-Jens Tysiak lange im Guten, versuchten zumindest die Verbalgefechte und die Rudelbildungen mit Ermahnungen zu schlichten ohne gleich zur Karte zu greifen – ob’s am Ende die richtige Entscheidung war, müssen die Referees nun unter sich ausmachen.

 Fußballerisch war die Partie wie gesagt eher minderwertig, dazu passte, dass die Wanner Tore nicht herausgespielt waren, sondern aus Ballverlusten der Erkenschwicker an der Mittellinie resultierten. Erst durfte im Anschluss Niki Kaiser frei zum Abschluss kommen (12.), dann der Ex-Erkenschwicker Thomas Hildwein (52.).

 Hoffnung keimte auf, als in der Schlussviertelstunde die Spvgg. endlich den Vorwärtsgang einlegte. Als Kevin Hegel in der 74. Minute quer passte auf Timo Conde und der Erkenschwicker Angreifer DSC-Keeper Sören Gerlach aussteigen ließ und zum 1:2 einschob, sah es in der Partie danach aus, als ob nun sogar Fußball gespielt würde.

 Die Hoffnung war schnell dahin: In der 86. Minute leistete sich Djaniny dos Santos eine Tätlichkeit und flog mit Rot vom Platz.

 Dass der Feldverweis berechtigt war, stand für René Lewejohann nicht zur Debatte: „Darüber werden wir noch zu reden haben“, kündete der Ex-Profi an, der aber auch sagte: „Es war kein Spielfluss da, und die Rote Karte war eben auch ein Produkt der Schiedsrichterleistung.“

Im zweiten Halbfinale setzte sich am Abend der TuS Haltern mit 4:2 gegen Gastgeber SV Sodingen durch.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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