kuendig dennis 3Spannend war’s nicht, das Kreispokalspiel zwischen der DJK Spvgg. Herten und der Spvgg. Erkenschwick. Die Gäste siegten ungefährdet mit 3:1, zufrieden war am Ende keiner der beiden Trainer. Hertens Sascha Vitolins schüttelte nur mit dem Kopf: „Schlimmer kann’s nicht kommen.“ Ohnehin nur mit einem Minimalkader angetreten, musste erst Daniel Bergmannshoff angeschlagen aus dem Spiel (15.) gehen. Dann kegelte sich Juri Stolz selbst raus, als er Schiedsrichter Nosing nach einer strittigen Szene ein paar nicht ganz passende Worte sagte und die Ampelkarte gezeigt bekam (74.). 

Dennis Kündig Spvgg. Erkenschwick Fußball Kreispokal 9. August 2018 DJUK Spvgg. Herten Der sprichwörtliche Auftakt nach Maß: Dennis Kündig erzielt in siebten Minute die Führung für die Gäste, Hertens Niklas Martin kommt den berühmten Schritt zu spät. Foto: Olaf Krimpmann

 Zum Meisterschaftsstart am Sonntag gegen Aufsteiger FC 96 wird Stolz damit fehlen, und ob Bergmannshoff fit wird, daran hat Sascha Vitolins seine Zweifel. „Es wird eng“, so der Trainer, der immerhin im Pokalspiel einen kleinen Trost fand: „Wir haben uns nicht schlecht verkauft, zumindest solange unsere Kraft gereicht hat. Drei Klassen Unterschied habe ich jedenfalls nicht gesehen.“

Dennis Kündig hatte den Favoriten vom Stimberg frühzeitig in Führung gebracht (7.), dann sorgte ein dicker Schnitzer von Spvgg.-Keeper Florian Gabisch dafür, dass die Platzherren umgehend wieder im Spiel waren: Gabisch unterlief einen weiten Ball in den Strafraum, Juri Stolz schob ins leere Tor (12.).

 Bis kurz vor dem Pausenpfiff verteidigte Herten das 1:1 dann geschickt, wobei Erkenschwicks Trainer René Lewejohann haderte: „Wir haben gegen eine tief stehende Mannschaft zu wenig in die Breite gespielt.“

In der Tat hatte Herten im Zentrum keine große Mühe, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten. Das 1:2 unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff durch Sascha Drepper fiel zwar aus abseitsverdächtiger Position, änderte aber nichts daran, dass Lewejohann in der Pause gleich drei Wechsel vornahm und so ein Zeichen setzte.

 Mit dem 1:3 unmittelbar nach Wiederanpfiff durch den eingewechselten Ahmet Inal (50.) war das Spiel dann auch „durch“. Herten fehlten Mittel und die nötigen Körner, um noch einmal aufzukommen. Erkenschwick verwaltete das Spiel und scheiterte noch ein paar Mal an Hertens Schlussmann Tim Lehnert.

 So schien alles einem relativ ruhigen Ende zuzustreben, ehe sich in der 85. Minute bei Ridvan Avci Frust breitmachte. Erkenschwicks „Zehner“ stänkerte gegen seine Mitspieler und wurde wegen einer Unsportlichkeit ebenfalls per Gelb-Rote Karte des Feldes verwiesen. Der Spvgg. fehlen damit am Samstag in der Liga in Iserlohn gleich drei(!) gesperrte Spieler.

 Trainer René Lewejohann jedenfalls schwoll nach dem Spiel der Kamm. „Die Rote Karte gegen Mandla in Wuppertal war nicht in Ordnung, da stehe ich zu. Aber was heute passiert ist, das geht nicht. Da kann sich jeder gerne überraschen lassen, was kommt“, so der Ex-Profi.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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