drepper sascha60 Minuten haben gereicht, damit die Spvgg. Erkenschwick den zweiten Sieg einfährt. Dass das 2:1 (2:0) gegen YEG Hassel am Ende auf der Kippe steht, haben sich die Schwarz-Roten selbst zuzuschreiben. Hätten sie ihre exorbitante Effizienz aus der Anfangsphase konserviert, sie hätten wohl ein Schützenfest gefeiert. Das 1:0 etwa fiel nach exakt 40 Sekunden. Bernard Gllogjani legte sich den Ball auf den linken Fuß und zog aus 18 Metern trocken und platziert ab, der Ball schlug flach im Netz ein (1.).

 

Sascha Drepper Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2018/2019 Das 2:0 fällt bereits nach zehn Minuten: Sascha Drepper setzt sich im Hasseler Strafraum durch. Foto: Olaf Krimpmann

 Die zweite Großchance nach zehn Minuten führte zum 2:0: Nach Balleroberung und Steilpass von Hakan Gökdemir, setzte sich Sascha Drepper im Strafraum durch und traf überlegt. „In der Anfangsphase hatte ich gedacht, das Spiel geht 1:6 gegen uns aus – wie im letzten Jahr, nur unter umgekehrten Vorzeichen“, sagte Hassels Trainer Hakan Karabal in Anspielung auf den Kantersieg seiner Mannschaft am Stimberg in der letzten Saison.

 Den hätten die „Schwicker“ frühzeitig eintüten können, aber sie schluderten mit ihren Chancen. Alleine Ahmet Inal hatte mehrfach einen Treffer auf dem Fuß oder Kopf, vergab entweder per Lupfer aufs Tornetz (34.), per Kopf (39.) oder nach einem Laufduell im Strafraum (46.).

 Als Bernard Gllogjani nach 51 Minuten auch noch den Pfosten traf, schien es wie verhext zu sein – aber alles war weit davon entfernt, dramatisch zu werden.

 Das wurde es erst ab der 60. Minute: Hassels Enes Demircan steckte durch auf den eingewechselten Ridvan Demircan, und der traf aus kurzer Entfernung. „Es war klar, dass wir Hassel nicht ins Spiel kommen lassen durften“, analysierte Spvgg.-Coach René Lewejohann. Seinem Team gelang das nur leidlich.

 Bisweilen tief in der eigenen Hälfte standen die Schwarz-Roten, ließen dabei aber erstaunlich wenig zu. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie mit Drucksituationen umgehen können“, meinte der Erkenschwicker Trainer mit Blick auf die in der Endphase auf dem Spielfeld stehenden Skandar Soltane, Mikael Satin und Kevin Hegel, neben Sascha Drepper alles Erkenschwicker Eigengewächse, die der Ex-Profi in diesem Spiel einsetzte.

 Die beste Hasseler Chance resultierte aus einem Freistoß: Serafettin Sarisoy zirkelte in der 72. Minute den ruhenden Ball auf die Latte des Erkenschwicker Tores.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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