gllogjani bernard 3Die Spvgg. Erkenschwick hat das Achtelfinale des Kreispokals erreicht. Mit Ach und Krach. Am Donnerstagabend setzte sich der Westfalenligist bei Bezirksligist SG Suderwich im Elfmeterschießen mit 5:4 durch. Beide Mannschaften konnten offenbar gar nicht genug bekommen von dem Pokalabend Klein gegen Groß. Gerade hatte Bernard Gllogjani den alles entscheidenden Elfmeter für die Spvgg. Erkenschwick versenkt, da gingen Grüne und Rote im „16er“ noch mal aufeinander los.

 

 Beschimpfungen, Schubsereien, Bälle wurden geworfen – peinlich. Es dauerte ein paar Minuten, bis Schiedsrichter Marvin Wessel und ein paar Besonnene auf beiden Seiten das unwürdige Schauspiel beenden konnten. Erkenschwicks Trainer René Lewejohann hätten schon die 120 gereicht, um komplett bedient zu sein. „Du hast das Spiel doch gesehen. Ich sag dazu nichts“, blockte der Übungsleiter ab.

 Auskunftsfreudiger war Suderwichs Trainer Nassir Malyar. „Schade, dass es so zu Ende geht. Dabei war es von uns eigentlich ein geiles Pokalspiel. Ich finde, wir hatten den Sieg sogar ein kleines Bisschen mehr verdient.“

Bei dem Unterschied von zwei Klassen: Wer will Malyar die Einschätzung verdenken? Die Partie begann eigentlich wie gemalt für den Favoriten. Dennis Weßendorf bediente Timo Conde, der sich um Joel Jedfeld drehte und zum 0:1 einschoss (2.). Aus der Führung machten die Schwarz-Roten nichts: Die Erkenschwicker spulten ihr Programm ohne Tempo und Spielwitz ab.

 Die SG Suderwich fand von Minute zu Minute besser ins Spiel, bis der Klassenunterschied kaum mehr zu erkennen war. In der 67. Minute schaffte Sinan Özkaya den verdienten 1:1-Ausgleich. Das Prekäre für den Favoriten: Nach Gelb-Rot für Kündig waren die Gäste seit der 57. Minute in Unterzahl.

 In der Schlussphase der regulären Spielzeit und in der Verlängerung spielte der Westfalenligist dann aber doch wieder dynamischer auf. Nach einem Konter schlenzte Skandar Soltane den Ball ins Eck –1:2 (94.).

 Das hätte es sein können – wenn die Spvgg. nicht in den letzten Minuten gegen abgekämpfte Suderwicher viel zu sorglos verteidigt hätte. Adi Stalka hätte in der 112. Minute schon ausgleichen müssen, in der 118. Minute dann köpfte Leon Dwinger den Ball zum 2:2 ins Tor und seine Elf ins Elfmeterschießen.

 In dem traf Widera zum 3:2 für die Suderwich. Im Anschluss scheiterte Binias (Erkenschwick) an Torhüter Schmatzberger, Stalka (Suderwich) an Gabisch. Konarski erzielte das 3:3 für die Spvgg., Dwinger schoss für die SGS ein (4:3), Satin traf für Erkenschwick (4:4). Dann brachten Arndt (SGS), Conde (Spvgg.) und Özkaya (SGS) den Ball nicht unter. Die Bahn war frei für Gllogjani.

Quelle: Stimberg-Zeitung / Medienhaus Bauer

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