gllogjani bernard 4Das am Ende turbulente Kreispokalspiel bei der SG Suderwich steckte den „Schwickern“ am Freitag zweifelsfrei noch in den Knochen, Trainer René Lewejohann hat aber längst den kommenden Gegner der Spvgg. Erkenschwick in der Meisterschaft im Hinterkopf. Die Reise geht in Sauerland, die A45 runter zum RSV Meinerzhagen. Nicht nur Insider wissen, dass im Stadion an der Oststraße kein ganz gewöhnlicher Aufsteiger zum „Tanz“ bittet: „Auf dem Papier spielen sie Westfalenliga, der Kader aber ist oberligareif“, sagt Lewejohann.

 

Aktivposten: Bernard Gllogjani zeigt sich vor dem Spiel in Meinerzhagen selbstbewusst. Foto: Olaf Krimpmann

 Meinerzhagen, dessen prominentester Förderer BVB-Profi Nuri Sahin ist, hat in der vergangenen Saison die Meisterschaft in der Landesliga 2 mit einem satten Vorsprung von sieben Punkten auf FC Lennestadt geholt – mehr als drei Tore pro Spiel gelangen der Truppe von Trainer Marco Sadowski. Es war der zweite Aufstieg des RSV binnen drei Jahren. Und womöglich nicht der letzte. Nuri Sahin sagte im Mai über die Ziele des Klubs: „Sportlich setzen wir uns keine Grenzen.“

„Gegen oder mit etlichen Spielern, die heute im Kader von Meinerzhagen stehen, habe ich noch gespielt“, sagt Lewejohann. Tim Treude (ehemals Kapitän bei TuS Erndtebrück) und Mathieu Bengsch (Westfalia Rhynern) spielten in der letzten Saison noch in der Regionalliga, Sven Wurm (ausgebildet in der Jugend von Bayer 04 Leverkusen) und Julian Jakobs (ehemals SF Siegen, Hansa Rostock) gelten als absolute Hochkaräter. Was die Spvgg. dem forschen Aufsteiger entgegensetzen will?

„Indem wir weiter als Mannschaft auftreten“, sagt der Trainer. Es gebe ja keinen Grund, nach zwei Siegen in Folge sich in die Hose zu machen, findet auch Bernard Gllogjani. „Wir fahren da mit breiter Brust hin. Wenn nicht jetzt, wann dann?“, sagt der Erkenschwicker Mittelfeldspieler, der am letzten Sonntag mit dem Treffer zum 1:0 gegen YEG Hassel nach 40 Sekunden den Weg zum Sieg ebnete.

Lewejohann hat so gut wie keine Personalsorgen

 Auch „Berni“ ist sicher: „Die erste Halbzeit gegen Hassel war überragend von uns. Wenn wir diese Leistung konsequent durchhalten und als Team weitermachen, wird es schwer uns zu schlagen.“

Worte, die auch sein Trainer vorbehaltlos unterschreibt: „Man sieht es ja auch im Training, an der Körpersprache: Jeder will, jeder haut sich rein. Da ist richtig Zug in der Mannschaft.“

Bis auf die gesperrten Dennis Kündig und Philipp Mandla fährt die Spvgg. voraussichtlich mit dem vollen Kader ins Sauerland. Lewejohann ist überzeugt: „Das kann nur ein richtig gutes Spiel zweier richtig guter Mannschaften werden.“ Mit dem kleinen Unterschied: „Wir wollen, die anderen müssen gewinnen.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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