dos santos iliasSpvgg. Erkenschwick setzt sich im Kreispokal mit 2:0 beim FC Marl durch. Dessen Trainer Marco Jedlicka ist froh, „dass es jetzt vorbei ist“. Nicht dass der Bezirksligist die Chance auf eine weitere Pokal-Sensation freiwillig aus der Hand gegeben hätte, der FCM hatte sie ja an diesem regnerischen Abend durchaus auf dem Fuß. „Aber ich bin froh, dass für uns der Wettbewerb vorbei ist. Irgendwie geht er doch auch immer an die Substanz“, so Jedlicka. Sein Trainerkollege René Lewejohann sah’s ähnlich: „Das war heute ein Pflichtsieg, mehr nicht.“

 

Djaniny dos Santos Eleftherios Ilias Ivan Ivanovic FC Marl Spvgg. Erkenschwick Fußball Kreispokal Saison 2018/2019 Djaniny dos Santos und Eleftherios Ilias nehmen den Marler Ivan Ivanovic in die Zange. Foto: Olaf Krimpmann

Groß die Begegnung vor 200 Zuschauern an der Hagenstraße analysieren wollte „Lewe“ direkt nach Spielschluss nicht: „Sonntag kommt Lennestadt, das zählt.“

In Gedanken war Lewejohann da auch bei Kevin Hegel, der zunächst dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt hatte. In der dritten Minute stürmte der Erkenschwicker Flügelflitzer alleine auf Marls Keeper Jonas Gröner zu und fiel. Schiedsrichter Marco Damm ließ zunächst weiterspielen und entschied dann – nachdem die „Schwicker“ den Ball im zweiten Versuch nicht im Tor unterbrachten – auf Elfmeter. Dennis Konarski verwandelte sicher (4.).

 Fortan war es ein recht geruhsamer Kick mit einem unschönen Tiefpunkt: Ausgerechnet Hegel musste nach 24 Minuten verletzt vom Platz, der Jungspund war böse aufs Knie gefallen und wurde ins Krankenhaus gefahren.  Schon in der vergangenen Saison fehlte Hegel, in Meinerzhagen noch Torschütze, wegen einer langwierigen Schulterverletzung. Es scheint, als sollte er der Pechvogel bei den Schwarz-Roten bleiben.

 Pech war später auch ein gutes Stichwort für die Platzherren. Nach etwa 40 Minuten waren die im Spiel. Ömer Develi verpasste mit einem Distanzschuss den Ausgleich (39.) wie auch Florian Kwiatkowski, der in der 44. Minute aus kurzer Distanz an Spvgg.-Keeper Florian Gabisch scheiterte, der sensationell parierte. In der 58. Minute wäre auch Gabisch machtlos gewesen, als Berke Korkmaz den Ball an die Torlatte donnerte. „Wir hatten die Chancen, das Spiel zu drehen“, befand Marls Trainer Jedlicka.

 Erkenschwick kam nur sporadisch vors Tor. Sascha Drepper scheiterte früh nach Wiederanpfiff am ebenfalls glänzend reagierenden Keeper Gröner (48.), wie später auch Timo Conde (79.). Philipp Mandla hätte das Spiel ebenfalls entscheiden können, traf mit einem Freistoß aber nur den Pfosten (84.). Wenige Sekunden später machte Denis Kündig mit dem 0:2 alles klar.

 Erkenschwicks Gegner im Viertelfinale ist nun Rot-Weiß Deuten.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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