inal lewejohannNicht nur, dass er trifft – zwei Tore in drei Meisterschaftsspielen stehen zu Buche –, auch als er als Helfer in der Not gebraucht wurde, da war Ahmet Inal da. Am Mittwochabend schulterte der spielende Co-Trainer der Spvgg. Erkenschwick den alleine auf der Tartanbahn im Regen liegenden Kevin Hegel und brachte den verletzten Flügelflitzer in die Kabine. Hegel soll vorbehaltlich einer MRT-Untersuchung keine schlimme Verletzung am Knie davongetragen haben.

 

Torschütze und Co-Trainer in Personalunion: Ahmet Inal gibt am vergangenen Sonntag in der Halbzeit Tipps an Trainer René Lewejohann und Kapitän David Sawatzki. Foto: Olaf Krimpmann

Bleibt die Hoffnung, dass auch Ahmet Inal von Verletzungen verschont bleibt. Der „Büffel“, wie Trainer René Lewejohann den fast 1,90 Meter großen Stürmer anpreist, ist am Stimberg längst angekommen. Mit seinen 36 Jahren ist Inal offenbar noch lange nicht am Karriereende angekommen, sein Wert für die Mannschaft ist beachtlich.

„Auf dem Feld versuche ich, den Co-Trainer so wenig wie möglich rauszulassen“, sagt Inal. „Da ist es wichtig, dass ich Dinge erkenne, die Lewe vielleicht nicht so schnell sieht. Neben dem Platz bin ich aber der, auf den die Spieler hören, da bin ich durchaus Respektsperson.“ So beschreibt der Ex-Profi seine Rolle und findet: „Solange sich das im Gleichgewicht hält, ist das in Ordnung.“

Trainer Lewejohann und Ahmet Inal kennen sich noch aus Profi-Zeiten. In Kaan-Marienborn spielten beide gemeinsam, und obwohl Inal wie Lewejohann beides klassische Stürmer sind, habe es nie einen Konkurrenzkampf gegeben, im Gegenteil. „Wir sind vier-, fünfmal die Woche gemeinsam 130 Kilometer runter nach Kaan und nach dem Training wieder 130 zurückgefahren“, erzählt Ahmet Inal. „Wir sind Freunde, uns verbindet viel: Wir kommen aus etwa dem gleichen Umfeld, haben beide eine Profikarriere hinter uns.“

Klar war damit: Als Lewejohann einen „Knipser“ suchte für die neue Saison, fragte er seinen Spezi Ahmet Inal und eiste ihn vom Landesligisten SV Horst 08 los.

Am Sonntag kommt Aufsteiger Lennestadt

 Inal ist bei den Schwarz-Roten auch fürs Beobachten der Gegner zuständig. Aufsteiger FC Lennestadt, der am Sonntag im Stimberg-Stadion gastiert, hat er analysiert. „Mit Christian Schmidt und Florian Friedrichs haben die vorne zwei Leute, die in der letzten Saison zusammen 58 Tore gemacht haben. Auch wenn die Ladehemmung haben aktuell, wird sich Lennestadt gegen uns garantiert nicht hinten reinstellen.“

Für die Spvgg. bestehe bei allem Respekt vor dem schwach gestarteten Gegner, der in drei Spielen noch nicht punkten konnte, keinen Grund, nicht selbstbewusst ins Spiel zu gehen. Inal: „Auch wenn der späte Ausgleich in Meinerzhagen schmerzt, haben wir mit dem 2:2 dort ein Zeichen gesetzt. Jeder weiß, dass mit uns zu rechnen ist in dieser Saison.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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