Grosse PuppendahlTottmannDie Spvgg. Erkenschwick bleibt im eigenen Stadion unbesiegt. Beim verdienten 2:0 über den SC Neheim war einer der Türöffner, den einige schon gar nicht mehr auf der Rechnung hatten: Dennis Konarski. Der Abwehrspieler feierte am 14. Oktober seine Westfalenliga-Premiere in der Erkenschwicker Startelf. „Blitz“, so der Spitzname, hatte zuletzt keine Rolle gespielt: Nach Verletzungen und privaten Problemen genoss Konarski eine kleine Auszeit.

 

  Lukas Große-Puppendahl Danny Tottmann Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga 2 Saison 2018/2019 Augen zu und durch: Lukas Große-Puppendahl (l.) und Danny Tottmann gehen zum Kopfball, der in dieser Situation aber nichts einbringt. Foto: Olaf Krimpmann

In die Erkenschwicker Startelf rotierte der 30-Jährige, nachdem Trainer René Lewejohann eine Systemumstellung vorgenommen hatte: „Lewe“ hatte sich für eine Dreierkette entschieden, um mit Skandar Soltane einen zweiten Offensivmann neben Ahmet Inal in den Sturm bringen zu können.

 Mit diesem Experiment war Lewejohann am Ende nur bedingt zufrieden, mit Dennis Konarski war er es umso mehr: Denn der Verteidiger war’s, der in der 36. Minute einen Binias-Freistoß wuchtig zum 1:0 in die Maschen köpfte. Es war die zweite Erkenschwicker Torchance nach einem scharfen Distanzschuss von Lukas Große-Puppendahl, den Neheims Keeper Justin Schröter gerade noch entschärfen konnte (32.). Und weil es gerade so schön lief, ließen die Schwarz-Roten gleich das 2:0 folgen: Diesmal war es Jan Binias, der aus 20 Metern Maß nahm und das Spielgerät in den Neheimer Torwinkel zirkelte (40.).

 Für Neheims Trainer Alexander Bruchhage war das 2:0, das gleichzeitig der Pausenstand war, ein Beleg für seine These: Er hält die Spvgg. durchaus für ein absolutes Spitzenteam der Liga – im Gegensatz zu seinem SC. „Erkenschwick schießt nach 32 Minuten das erste Mal aufs Tor, kommt am Ende auf vier Chancen und gewinnt das Spiel 2:0. Wir haben auch vier Chancen, machen sie aber nicht rein.“

In der Tat hätte Neheim direkt vor dem 2:0 durch Gianluca Greco ausgleichen können, hätte der Angreifer nicht völlig frei verzogen (39.). Insgesamt war es aber in der Offensive zu wenig, was die Gäste boten – Erkenschwick hatte die Partie ansonsten jederzeit sicher im Griff.

 Leicht wacklig wurde es erst, als Lukas Große-Puppendahl sich ohne Fremdeinwirkung verletzte und aus dem Spiel musste (59.). Da verloren die Platzherren leicht die Ordnung, was vor allem Patrick Nettesheim hätte nutzen können, der aus spitzem Winkel das leere Tor verfehlte (72.). Zuvor war ein Flankenball von Burak Yavuz durchgerutscht, Keeper Philipp Kunz’ Reflexe aber funktionierten mal wieder tadellos.

 Auf der Gegenseite bot sich Ahmet Inal in der 86. Minute die große Chance zum 3:0, doch der Ball wurde an die Torlatte abgefälscht.

Von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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