konarski dennis 12Es war filmreif: Als in der 36. Minute des Spiels gegen den SC Neheim Dennis Konarski einen von Jan Binias getretenen Freistoß zum Erkenschwicker 1:0 in die Maschen köpfte, da gab es kein Halten mehr. Konarski reckte die Armee in die Höhe, zeigte auf sich und schlug sich ans Erkenschwicker Vereinswappen auf seiner Brust. Alle Mitspieler eilten herbei, um zu gratulieren. Mit einem Schlag war eine schwere Zeit beendet. „Blitz“, in den vergangenen Jahren Stammkraft in der Innenverteidigung, feierte erst am Sonntag seine Saisonpremiere im Erkenschwicker Trikot.

Ich war‘s: Dennis Konarski zeigt es an – er hat die Spvgg. in Führung gebracht.  Foto: Krimpmann 

 Bis zum 10. Spieltag hatte der 30-Jährige warten müssen, ehe er in der Westfalenliga ran durfte.

 In der Vorbereitung warfen ihn erst Verletzungen, dann private Probleme zurück. „Das Tor tat wirklich gut“, meinte Konarski nach Spielschluss. Ihm und seiner Mannschaft: Denn das 1:0 ebnete der Spvgg. den Weg zum vierten Heimsieg in Folge und öffnete die Tür für ein Spitzenspiel am nächsten Sonntag. Dann geht’s zu Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamenohl, und nicht nur Dennis Konarski verspricht: „Denen werden wir einen heißen Tanz bereiten.“

Darauf hofft auch Erkenschwicks Trainer René Lewejohann. „Wir wollten unbedingt dranbleiben. Das ist uns gelungen“, schilderte „Lewe“ den Druck, den er und sein Team vor dem Spiel verspürt hatten. Nur mit einem Sieg waren sie an Finnentrop/Bamenohl drangeblieben, und es liegt in der Natur der Sache, dass die halbe Liga nun den „Schwickern“ die Daumen drückt, die den Siegeszug des Tabellenführers stoppen wollen.

 Allerdings hat sich die personelle Ausgangslage nicht verbessert. Mit Bernard Gllogjani fehlte gegen Neheim bereits eine Stammkraft im zentralen Mittelfeld verletzt, zu allem Überfluss zog sich Lukas Große-Puppendahl in der 59. Minute ohne Fremdeinwirkung eine Oberschenkelverletzung zu.

 Wie schwer diese ist, ist offen: Erst am heutigen Dienstag wird sich „Puppi“ eingehend untersuchen lassen. „Hoffentlich ist es kein Muskelfaserriss“, so der Erkenschwicker Spielführer.

Von Thomas Braucks / Medienhaus Bauer

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