Lewejohann BehleDas Finnentroper Vereinsheim war am Sonntag nach Spielschluss bestens gefüllt, die vielen Zuschauer, die sich zur turnusgemäßen Pressekonferenz eingefunden hatten, feierten den 5:1-Sieg ihrer Mannschaft über die Spvgg. Erkenschwick und die Tabellenführung ausgelassen. Die gute Laune rund um den Tresen verpuffte schlagartig als René Lewejohann sein Statement zum Spiel abgab. „Wir gehen als verdienter Verlierer vom Platz. Es gibt keine zwei Meinungen: Sportlich seid ihr eine Spitzenmannschaft, alles andere dafür ist Straßenmannschaft“, so der Trainer.

René Lewejohann Ralf Behle Fußball Westfalenliga Saison 2018/2019 Spvgg. Erkenschwick SG Finnentrop/Bamenohl Hatte einiges zu bereden: René Lewejohann im Gespräch mit SG-Trainer Ralf Behle während der ersten Halbzeit. Foto: Olaf Krimpmann

 Ob kalkuliert oder nicht: Kurzzeitig drohte im Vereinsheim die Stimmung derart explosiv zu werden, dass Schlimmes befürchtet werden musste. Aber was war der Ausgangspunkt? Lewejohann hatte sich bereits Mitte der ersten Halbzeit bei seinem Trainerkollegen Ralf Behle beklagt: Dass Zuschauer mal den einen oder anderen bösen Kommentar ablassen, das ist der Erkenschwicker Trainer gewohnt.

 Allerdings soll auch er von der Finnentroper Bank aus beleidigt worden sein – und das permanent. „Das ist respektlos“, so Lewejohann auf Nachfrage. „Meine Spieler werden hier beleidigt und bepöbelt, das wollte ich mal zu Sprache bringen.“

In der Pressekonferenz nahm Bamenohls Trainer Ralf Behle den Ball nur kurz auf. „Wir alle sollten uns beruhigen. Wenn Lewe das so sieht, muss er das sagen dürfen“, so Behle, nachdem sich die Gemüter wieder halbwegs beruhigt hatten.

 Beim Gang aus dem Vereinsheim musste sich René Lewejohann kurze Zeit später noch ein paar kernige Sprüche der Gäste anhören – neue Freunde hat „Lewe“ im Sauerland nicht gefunden.
von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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