tottmann danny 02Kein Sieger im ersten Westfalenliga-Kreisderby dieser Saison auf dem Stimberg: Die Spvgg. Erkenschwick und der TSV Marl-Hüls trennten sich am Sonntag leistungsgerecht unentschieden. Bei dem torlosen Remis hatten die Gäste in der ersten Hälfte Vorteile. Nach dem Seitenwechsel dominierten die Hausherren. Die erste Überraschung gab es vor dem Anpfiff: Die Gastgeber liefen mit einer Ausnahme – Mikael Satin für Philipp Mandla – fast genauso auf wie vor einer Woche.

 

Trainer Rene Lewejohann wollte seinen Schützlingen offensichtlich die Chance geben, sich nach der hohen Niederlage bei der SG Finnentrop/Bamenohl zu rehabilitieren. Allerdings rückten Danny Tottmann und David Sawatzki für Dennis Konarski (Rotsperre) und Philipp Mandla in die Innenverteidigung.

 Das funktionierte aber zunächst nur bedingt. Der TSV – Coach Werner Kasper vertraute exakt der Elf der Vorwoche – wirkte zielstrebiger. Arthur Fell verzog nach schöner Vorlage von Mohamed Bamba beispielsweise sehr früh nur knapp (8.).

 Es folgten zwei Erkenschwicker Chancen: David Sawatzki scheiterte aus 15 Metern an Nils Martens (12.); Ahmet Inal legte nach Pass von Bernhard Gllogjani knapp vorbei (16.). Das war es mit der Spvgg. – fortan brachte das Hülser Tempo die Deckung der Gastgeber mehrfach in Verlegenheit.

 Die beste Möglichkeit vergab Leotrim Kryeziu nach einem Pass von Fell. Er scheiterte am starken Torwart Philipp Kunz (20.). Der war geschlagen, als Andreas Ovelhey nach einer Ecke höher als alle anderen sprang. Dennis Weßendorf rettete auf der Linie (22.).

 Dann lockte Kapitän Fell Keeper Kunz aus dem Tor und bediente Murat Yildirim, der aufs kurze Eck zielte und verzog (24.). Sechs Minuten später schickte Yildirim Fell, der Kunz umspielen wollte, aber der aufmerksame Schlussmann angelte sich den Ball. Auf der Gegenseite touchierte ein Distanzschuss von Binias das Aluminium des Hülser Gehäuses (36.).

Spvgg. später besser, aber nicht zwingend genug

 Im zweiten Durchgang setzte Erkenschwick die behutsam aufbauenden Gäste früher unter Druck. Ausgerechnet eine Halbchance von Fell nach einem Tottmann-Fehler eröffnete eine 30-minütige Drangphase der Hausherren (58.).

 Richtig zwingend sah das allerdings nicht aus. 15 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit räumte der eingewechselte Verteidiger Muhamed Demir den wendigen Bernhard Gllogjani rustikal ab und weckte das leicht herbstmüde Publikum. Dem TSV schwanden die Kräfte; immer häufiger gab es Freistöße im Halbfeld.  Einen davon brachte Jan Binias gefährlich in den Hülser Strafraum. Der Kopfball von Danny Tottmann ging nur knapp neben das Tor (78.). Das war die beste Gelegenheit für Erkenschwick.

 Die Schwarz-Roten drückten, aber die TSV-Deckung bekam immer noch ein Bein dazwischen. Die zweitbeste Gelegenheit vereitelte Nils Martens im Hülser Tor, als er nach einem kapitalen Yildirim-Ballverlust gegen Weßendorf zur Stelle war (81.).

 Zwischendurch entschied Spvgg.-Zerberus Kunz ein Laufduell gegen den agilen Bamba für sich.

Quelle: Medienhaus Bauer

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