Inal SoltaneDas 0:0 gegen DSC Wanne-Eickel am Freitagabend war aus Sicht der Spvgg. Erkenschwick weder Fisch noch Fleisch. „Wir haben erst zweimal verloren“, so Trainer René Lewejohann. Trotzdem kommt der Traditionsverein in der Tabelle der Westfalenliga 2 nicht voran. Lewejohann weiß warum: „Die vielen Unentschieden nerven.“ Die Nullnummer vom Freitag war das mittlerweile fünfte Remis im zwölften Spiel. Das ist zu wenig, um ganz vorne mitzuspielen, das weiß auch der Trainer. Der bleibt trotzdem optimistisch: „Jeder der mich kennt weiß: Bei mir ist das Glas immer halbvoll, nie halbleer.“

Zwei Protagonisten: Ahmet Inal verzichtete auf einen Einsatz in der Startelf zugunsten von Timo Conde. Der spielende Co-Trainer erteilt hier Skandar Soltane Anweisungen. Soltane musste verletzt ausgewechselt werden.  Foto: Olaf Krimpmann

Basile darf nicht und ist gar nicht mal böse drum

 Womit der 34-Jährige seinen Optimismus belegt: „Wir haben ja Chancen und spielen sie uns heraus.“ Nur vor dem Tor versagen dann die Nerven. Oder es fehlt das Schussglück wie gegen Wanne, wo der Trainer mindestens vier hochkarätige Chancen für sein Team zählte, die allesamt zu einem Tor hätten führen müssen. „In den ersten fünf Spielen waren die Schüsse abgefälscht drin, jetzt sind sie abgefälscht daneben“, zuckt „Lewe“ mit den Schultern.

 Daran änderte auch die Hereinnahme von Timo Conde nichts. Der Stürmer war zwar fleißig, aber wie seine Mitspieler glücklos. Conde hatte sich mit starken Trainingsleistungen für die Startelf empfohlen, sagte vor der Partie der spielende Co-Trainer Ahmet Inal: „Ich hatte zuletzt nicht getroffen, jetzt ist er dran. Gerade gegen seinen Ex-Verein sollte ihn das pushen.“

Verletzter Soltane muss nun ins MRT

 Auf der anderen Seite schaute einer dem Treiben seelenruhig zu, der es ebenfalls mit seinem Ex-Klub zu tun hatte: Davide Basile. Anstatt Fußballschuhen trug der Verteidiger Turnschuhe. Basile fehlte Wanne, da er sich fünf Gelbe Karten eingehandelt hatte und folglich gesperrt war. „Kein Problem“, schmunzelte Basile. „Mir kommt das ganz Recht. Gerade gegen den Ex-Verein zu spielen, wäre zu emotional geworden für mich.“

Nicht emotional, sondern schmerzhaft endete die Partie für Skandar Soltane – und das vorzeitig. Der Flügelspieler hatte sich nach einem Zweikampf am Sprunggelenk verletzt und musste ins Krankenhaus gefahren werden. Am Samstag kam leichte Entwarnung: „Gebrochen ist nichts“, berichtet Trainer Lewejohann. „Trotzdem muss Skandar ins MRT, da wird man sehen, wie schlimm es wirklich ist.“ Fürs Derby am Sonntag beim TuS 05 Sinsen dürfte Soltane damit auf jeden Fall ausfallen.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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