conde timo3Und wieder 90 Minuten ohne eigenen Treffer: Die Torflaute bei der Spvgg. Erkenschwick nimmt beängstigende Züge an. Dabei war das 0:2 gegen Concordia Wiemelhausen so unnötig wie es nur sein konnte. Auch wenn die Freundschaft zwischen Jürgen Heipertz, Wiemelhausens Trainer, und Erkenschwicks Übungsleiter René Lewejohann während des durchaus umkämpften Spiels deutlich sicht- und hörbar ruhte, am Ende war es Lewejohanns väterlicher Freund, der den Spvgg.-Coach aufbauen musste.

 

Timo Conde Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2018/2019 Die zehnte Spielminute: Timo Conde kommt am Wiemelhauser Strafraum zum Schuss, doch Innenverteidiger Christopher Schmidt wirft sich mit Erfolg in den Ball. Foto: Olaf Krimpmann

„Wir sind schlecht in die Saison gestartet, sind da aber auch wieder rausgekommen. Ich bin sicher, dass auch ihr da wieder rauskommt“, meinte Heipertz angesichts des fünften sieglosen Spiels in Serie der Schwarz-Roten.

 Im Gegenzug feierte Wiemelhausen den fünften Sieg in Folge, die Bochumer dürften damit als Mannschaft der Stunde in der Westfalenliga gelten. Sechster ist die Concordia in der Tabelle nun, es ist eine Platzierung, auf der sich eher die Spvgg. Erkenschwick gewähnt hätte. Aber wie soll sie in diese Sphären zurückkommen, wenn sie das Runde einfach nicht ins Eckige bekommt?

 Es ist schließlich nicht so, dass die Schwarz-Roten sich keine Torchancen erspielen würden: In den ersten 45 Minuten spielte Wiemelhausen vor dem Tor überhaupt keine Rolle, Erkenschwick hatte durch Mandla und Conde (10.) sowie durch Gllogjani, der das Leder mit der Pike knapp am Tor vorbei drosch (33.), zwar keine Möglichkeiten im Minutentakt, aber dennoch Schusschancen, über die man gemeinhin sagt: Da muss der Ball doch rein! Mandla verpasste frei stehend ein Zuspiel von Sawatzki am Wiemelhauser Fünfmeterraum, Condes Schuss, ebenfalls aus sechs, sieben Metern, wurde im letzten Moment geblockt.

Kadiu mit einer Effizienz, die die Spvgg. nicht hat

 Etwas verteilter ging es nach dem Seitenwechsel zu, und wenn es eines Beweises bedurft hätte, zu zeigen, wie es ist, wenn man einen Lauf hat oder eben keinen, dann dient dazu die 66. Minute.

 Da lief der eingewechselte Ahmet Inal einen Konter, bediente den ebenfalls frisch ins Spiel gebrachten Djaniny dos Santos, doch der brachte aus sieben, acht Metern nur ein Schüsschen zustande! Das wurde eine sichere Beute für Wiemelhausens Keeper Thorben Schmidt. Der bugsierte das Rund zurück ins Spiel, und Xhino Kadiu machte sich auf und davon.

 Nun sind die Qualitäten des Stürmers hinlänglich bekannt, dennoch konnte niemand den Schuss des Bochumer Angreifers verhindern – außer Florian Gabisch im Tor, der zum ersten Mal geprüft wurde in diesem Spiel und das Rund mit Mühe zur Ecke klärte. Die flog in den Erkenschwicker Strafraum und dort stand dann wieder einer sträflich frei, den man eigentlich hätte auf dem Zettel haben müssen: Xhino Kadiu. Seine zweite Schusschance ließ sich der 28-jährige Albaner nicht entgehen und traf zum 0:1 (66.). Dessen Quote durfte man durchaus als effizient bezeichnen an diesem Tage.

 Die Begegnung wurde in der Folgezeit offener, und doch hatten die „Schwicker“ zunächst die klareren Möglichkeiten. Nur – man ahnt es – haperte es auf der Gegenseite an der Effizienz gewaltig.  Ahmet Inal scheiterte aus kurzer Distanz am aus seinem Kasten stürmenden Keeper Schmidt (75.), dann hatte Jan Binias das Rund endlich einmal an Wiemelhausens Schlussmann vorbei gelegt, da rettete Zentimeter vor der Torlinie Burak Yerli (85.).

 Es folgte, was folgen musste: Erkenschwick machte auf, Wiemelhausen traf, in diesem Fall in Person von Gianluca Silberbach zu Beginn der Nachspielzeit (90. + 1).

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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