inal lewejohann 2Als Busenfreund war er als einer der Ersten eingeweiht: Ahmet Inal wusste frühzeitig, dass es René Lewejohann zur Hammer SpVg. ziehen würde. Böse, dass es seinen Kumpel nun fort vom Westfalenligisten Spvgg. Erkenschwick, gezogen hat, ist er nicht. „Lewe hat immer gesagt, dass er mal als Trainer in den bezahlten Fußball will. Hamm ist für ihn der nächste Schritt“, sagt Inal. Der Angreifer, vor der Saison als spielender Co-Trainer geholt, soll die Geschicke nun leiten.

 

Ahmet Inal (links) sieht seinen Platz bei der Spvgg. weiterhin auch auf dem Spielfeld. Foto: Olaf Krimpmann

 Wer ihm assistieren wird, ist offen. Sein Netzwerk laufe auf Hochtouren, wie er sagt. „Erkenschwick bleibt Erkenschwick, der Name und die Tradition bleiben und haben eine Strahlkraft.“ Für Inal ist klar: „Ich werde auch noch auf dem Feld gebraucht.“

Der 35-Jährige will weiter das Trikot überziehen – und den Westfalenligisten als spielender Trainer mit aus der sportlichen Krise führen. „Wir haben uns intern für die letzten drei Spiele bis zur Winterpause ein Ziel gesetzt und fokussieren uns schon jetzt auf die nächste Aufgabe gegen Horst-Emscher“, sagt Ahmet Inal. „Wir dürfen nicht stehen bleiben.“

Wie genau das Ziel definiert ist, lässt der neue Chefcoach offen. „Das halten wir intern“, sagt Inal. Aber der neue Mann sagt auch: „Jeder hat jetzt Zeit sich zu beweisen und sich für den Verein zu zerreißen. Man kann das vielleicht so wie im Krieg sehen: Der General ist weg. Aber die Mannschaft ist noch da. Und die muss weiter kämpfen.“

Lewejohann hatte zuletzt über personelle Veränderungen in der Winterpause nachgedacht. Die will auch Ahmet Inal nicht ausschließen. Vorrangig gilt für ihn die Devise: „Ich werde den Fußball nicht neu erfinden. Aber ich sehe mich und die Mannschaft in der Pflicht, gemeinsam aus der Krise zu kommen.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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