mandla philipp9Die Spvgg. Erkenschwick hat den Bock umgestoßen: Mit einem 2:0-Sieg beim SV Horst-Emscher 08 beendeten die Schwarz-Roten die lange Durststrecke in der Westfalenliga. Und es war der Tag des Ahmet Inal. Erkenschwicks neuer Coach hat im Schollbruch 18 Monate gespielt, ist mit dem SV Horst-Emscher aufgestiegen. Entsprechend freundlich wurde er von vielen Bekannten begrüßt. Nach dem Spiel wurde Inal dann von den Erkenschwickern Fans frenetisch gefeiert!

 

Da gibt es kein Halten: Torschütze Philip Mandla stürmt nach dem Führungstreffer Richtung Bank.  Foto: Olaf Krimpmann

 Die mitgereisten Anhänger honorierten eine couragierte Vorstellung der Schwarz-Roten. Die Leidenszeit über Wochen, in der es nur ein Törchen und zwei Punkte zu vermelden gegeben hatte, war mit einem Mal verflogen.  Doch in den gelungenen Einstand für Inal mischte sich auch ein Stück Ärger: In der 70. Spielminute gerieten Erkenschwicks Hakan Gökdemir und Horsts Bouachria mit den Köpfen aneinander.

 Auf Wink des Linienrichters musste Schiedsrichter Markus Cinar eingreifen: Er zeigte dem Erkenschwicker Mittelfeldspieler die Rote Karte. Sein Assistent hatte den Ansatz eines Kopfstoßes erkannt. Gökdemir dürfte dem Team nun fehlen.

 Auch an einer weiteren Baustelle müsste Inal ran: In der 58. Spielminute bekam sein Team nach Foul an Lukas Große-Puppendahl einen Elfmeter zugesprochen. Philip Mandla legte sich den Ball zurecht und scheiterte mit seinem Schuss. Es war bereits der vierte verschossene Strafstoß in dieser Spielzeit.

 Dennoch betonte Inal: „Wir haben brutal gute Schützen.“ Er hätte „eigentlich“ anfügen sollen. Ansonsten konnte der 35 Jahre alte Erkenschwicker Neu-Trainer mit dem Auftritt seiner Truppe in Horst zufrieden sein.

 Seine 4:3:3-Formation überließ dem Gegner keine wirklich ansprechende Torgelegenheit. Horst, bisher mit nur einem Heimsieg gesegnet, kam gegen die mit viel Übersicht agierende Erkenschwicker Defensive überhaupt nicht zurecht. Lukas Große-Puppendahl führte seine Nebenleute mit Übersicht und Routine, gab den Takt vor. Sein Torwart Philipp Kunz brauchte sich nicht strecken und recken.

 Zum Führungstor wurde der Gast geradezu eingeladen: Ein Ballgewinn führte zu einem Vorstoß über die rechte Seite. Jan Binias bewies großartige Übersicht, passte zurück auf den im Sturm aufgebotenen Phillip Mandla, der mit einem präzisen Schuss Alexander Rudolf im SV-Tor keine Chance ließ (11.).

 Die Schwarz-Roten blieben die weitaus gefährlichere Mannschaft und hätte nachlegen können. Zwei Freistöße aus bester Distanz wurden vergeben. Herausragend dafür das 0:2, das Skandar Soltane mit einem Schuss in den Winkel erzielte (64.).

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

Zum Seitenanfang