sieger rewe cup 2019Die Spvgg. Erkenschwick hat den 2. Rewe-Kramer-Cup von Vestia Disteln gewonnen. Nach der Finalniederlage 2018 gegen den DSC Wanne-Eickel setzte sich der Westfalenliga nun im Endspiel gegen den Oberligisten TuS Haltern mit 2:0 durch. Diee Spvgg. Erkenschwick wird in diesem Jahr sicher noch das eine oder andere Tor erzielen. Aber ob eins dabei ist, dass so hübsch, so frech herausgespielt ist, wie das 2:0 am Sonntag im Finale des 2. Rewe-Kramer-Cups gegen den TuS Haltern?

 

Fröhliche Erkenschwicker Runde in Disteln: Kapitän Lukas Große-Puppendahl präsentiert den Kollegen die Trophäe.  Foto: Braucks

 Zweifelhaft. Alles begann fünf Minuten vor Ende der 2x30 Minuten Spielzeit mit einem verunglückten Abschlag von Torhüter Philipp Kunz. Danny Tottmann holte den Ball an der Seitenauslinie noch in der eigenen Hälfte mit der Brust aus der Luft, ließ ihn auf den Fuß tropfen, „tunnelte“ den attackierenden Halterner Marvin Möllers und startete einen Sololauf über das Feld.

 Am Halterner „16er“ spielte der Erkenschwicker Doppelpass mit Bernard Gllogjani, tänzelte an TuS-Torhüter Rafael Hester vorbei und schob den Ball lässig ins leere Tor.

 Die Mehrzahl der 100 zahlenden Zuschauer hatte angesichts der knackigen Kälte die Sportanlage des SV Vestia Disteln bereits verlassen. Die, die geblieben waren, staunten.

 Auch Tottmanns Ex-Trainer Martin Schmidt, inzwischen Sportlicher Leiter beim SV Vestia und einer der „Väter“ des Winterturniers. Der Hertener war nach dem Tor hin und weg. „Warum das denn?“, fragte „Totti“ nach dem Abpfiff. „Der weiß doch, dass ich das kann.“

In jedem Fall entschied der Treffer das Turnier. Die Spvgg. Erkenschwick ging im Finale gegen den TuS Haltern früh durch einen Foulelfmeter von Hakan Gökdemir in Führung. Der Oberligist war daraufhin um den Ausgleich bemüht.

 Doch dem TuS fehlten nach schlauchenden Trainingseinheiten und dem hart erarbeiteten 1:0-Erfolg gegen Regionalligist 1. FC Kaan-Marienborn durch eine Treffer von Stefan Oerterer am Samstag irgendwie Frische und Tatendrang.

 Das fiel schon im „Halbfinale“ gegen den DSC Wanne-Eickel auf. Jedenfalls ließ die Elf von Trainer Magnus Niemöller ungewöhnlich viele Chancen zu – der Westfalenligist nutzte sie nicht.

 Nach dem 1:1 in der regulären Spielzeit (Tore durch den Halterner Yannick Albrecht und Wannes Dawid Ginczek) mogelte sich der TuS im Elfmeterschießen ins Endspiel (4:3). Dass die Halterner am Sonntag nicht auf der Höhe ihrer Schaffenskraft waren, nutzte die Spvgg. Erkenschwick im Finale konsequent aus. Es lohnte sich: Der Sieg ist beim Rewe-Kramer-Cup ist nicht nur mit einem mächtigen Pokal, sondern auch mit 400 Euro dotiert.

 Und Gastgeber Vestia Disteln? Der organisierte wieder ein stimmiges Turnier in der Vorbereitung. Leider wieder bei Eiseskälte, was den einen oder anderen Zuschauer womöglich abschreckte.

 Sportlich kam das Turnier für den Bezirksligisten offenbar aber zu früh. „Man hat gesehen, dass wir erst eine Woche im Training sind“, sagte Trainer Roman Stöckl. So unterlag der SV Vestia zunächst 0:3 gegen Erkenschwick (Tore: Gökdemir, Binias und Soltane). Im Spiel um Platz drei gab es ein 1:2 gegen den DSC Wanne-Eickel. Klingt knapper, als es war: Vestias Ehrentor gelang Philipp Müller in der letzten Minute.

Quelle: Medienhaus Bauer

Zum Seitenanfang