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lehmann wessendorfDas Erkenschwicker Gastspiel in Meinerzhagen war im vergangenen Herbst ein Spektakel. Den Ausgleichstreffer zum 2:2 kassierten die Schwarz-Roten erst in der Nachspielzeit. Sonntag gibt es die Revanche. Dem Zufall will Trainer Ahmet Inal nichts überlassen. Am Donnerstagabend jagte der Erkenschwicker Übungsleiter über die Autobahn 45, um Meinerzhagen im Nachholspiel gegen den SC Neheim (3:0) zu beobachten. „Ich lasse mich ungern überraschen“, sagt der Ex-Profi, wieso er mitten in der Woche zur Spionagetour aufbrach.

 

 

Zeit zum Jubeln? Während Kevin Lehmann (links) gegen Meinerzhagen verletzt fehlen wird, ist Außenverteidiger Dennis Weßendorf (Mitte) rechtzeitig wieder fit. Foto: Olaf Krimpmann

Was zeigt: Inal will das Maximale herausholen aus dieser Spielzeit, dazu will er gut vorbereitet sein.

„Ich muss vorangehen“, sagt der 36-Jährige. „Wenn ich es nicht mache, spüren das auch die Spieler und lassen dann auch vielleicht nach. Genau das wollen wir vermeiden.“

Die 90 Minuten von Donnerstagabend bestätigen Inal in seiner Einschätzung: „Meinerzhagen spielt einen modernen, körperbetonten, offensiven Fußball und ist für mich nach wie vor das Maß der Dinge in der Liga.“ Gegner Neheim habe zwar ordentlich dagegen gehalten, gegen die Dominanz des RSV, dem Inal „gefühlt 85 Prozent Ballbesitz“ attestiert, hatte der SCN am Ende aber keine Chance.

Inal drücken Sorgen in der eigenen Defensive

 Nicht ohne Chance sieht der Trainer dafür sein Team: „Wie Meinerzhagen aufgestellt ist, wie sie alles angehen, zeigt, dass der Verein hoch will in die Oberliga. Allerdings haben die jetzt eine englische Woche hinter sich und müssen, wenn sie weiter an Sinsen dranbleiben wollen, bei uns auf jeden Fall was holen.“

Der Respekt ist aber – gerade nach dem Hinspiel – auch vor Erkenschwick groß, berichtet Inal. Der hatte in der Woche Kontakt zu RSV-Coach Mutlu Demir. „Der freut sich aufs Spiel bei uns, weil sie wissen: Von der Stimmung ist Erkenschwick das Sahnehäubchen der Liga. Vor allem wissen sie, dass wir uns nicht, wie vielleicht viele andere Mannschaften, gegen die nur hinten reinstellen werden.“

Inal fordert von seinen Mannen damit einen mutigen Auftritt gegen den ambitionierten Tabellenzweiten ein, hat aber ausgerechnet vor dem Duell mit der zweitstärksten Offensive der Liga in der eigenen Defensive Sorgen. Kevin Lehmann, der beim 2:1-Sieg in Hassel direkt vor der Halbzeit einen Schlag auf den Fuß abbekam, ist nicht fit und wird fehlen. Gerade als „Abräumer“ genießt Lehmann bei Trainer Inal große Wertschätzung.

 Dazu fehlten beide in Hassel aufgebotenen Innenverteidiger: Dennis Konarski war in dieser Woche krank, Lukas Große-Puppendahl beruflich verhindert. „Dafür sind Dennis Weßendorf und Philipp Mandla wieder voll einsatzfähig“, sagt Ahmet Inal, der damit nicht jammern will: „Auch andere drängen sich im Training auf.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

Spvgg. Erkenschwick - BSV Meinerzhagen;

So., 15 Uhr –

Jule-Ludorf-Sportanlage (KR).