conde timo4Zweiter Einsatz von Beginn an, zweites Tor: Timo Conde hat seine Form gefunden. Glücklich wirkte der hoch aufgeschossene Stürmer der Spvgg. Erkenschwick nach dem Heimspiel gegen RSV Meinerzhagen aber nicht. Wie hätte er auch können? Sein Trainer Ahmet Inal, der in der Hinserie unter René Lewejohann im Sturmzentrum gesetzt war, weiß aus seiner langjährigen Erfahrung als Profi: „Das Spiel gegen Meinerzhagen war eins, da hätte er sich in die Herzen der Fans schießen können.“

 

 Im Einsatz: Timo Conde hat in den letzten zwei Spielen zweimal getroffen für die Spvgg. Foto: Olaf Krimpmann

  Die Nachspielzeit lief, Erkenschwick versuchte ein letztes Mal, den 2:3-Rückstand zu egalisieren, als Jan Binias scharf in die Schnittstelle spielte, in die Timo Conde gelaufen war. 14 Meter waren’s etwa bis zum Meinerzhagener Tor, der Ball lag auf dem starken Fuß – Conde drosch ihn ans Außennetz. „Ich dachte, ich hatte keine Zeit mehr“, schilderte der 20 Jahre junge Dattelner die Szene, bei der er den Raum vor sich hatte, noch hätte aufs Tor zulaufen können. Er räumte selbstkritisch ein: „Da hat mir die Ruhe gefehlt.“

Böse war niemand im roten Dress. Die Ursachen der Niederlage lagen bekanntermaßen viele Minuten zuvor begründet, als die Spvgg. zwischen der dritten und sechsten Spielminute zwei Gegentreffer kassierte, womit sämtliche Planungen über den Haufen geworfen waren. „Wir haben einfach nur gepennt“, ärgerte sich Trainer Inal auch 24 Stunden nach dem Spiel.

„Wir wollten in der eigenen Hälfte aggressiv sein, im Mittelfeld hellwach und im Zentrum effektiv“, so der Ex-Profi. Nichts von dem hatte sein Team in den Anfangsminuten gezeigt. Bitter sei das gewesen, so Inal, der um Meinerzhagens Stärken wusste, die der RSV in den ersten 45 Minuten ausspielen konnte.

 Die engagierten zweiten 45 Minuten seines Teams will Inal nun als Grundlage für die weiteren Spiele sehen. Spiele, in denen auch Timo Conde seine Rolle im Sturm ausfüllen soll. „Er trifft jetzt, und das hat er sich in der Winterpause hart erarbeitet“, sagt sein Trainer.

 Auch Conde ist voller Tatendrang: „Natürlich bin ich zufrieden, dass ich endlich spiele. Ich denke schon, dass ich das Vertrauen, das der Trainer in mich setzt, weiter zurückzahlen kann.“ Auch wenn ihm der Status des „Helden“ gegen Meinerzhagen verwehrt geblieben ist.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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