conde timo4Nach aufregenden 90 Minuten an der Lenne hat die Spvgg. Erkenschwick einen Dreier eingefahren. Mit 4:2 (2:2) gewann die Mannschaft von Trainer Ahmet Inal beim FC Lennestadt. Der Sieg dürfte den Trainer teuer zu stehen kommen. Der 36-Jährige wurde von Schiedsrichter Thorsten Milde aus dem Innenraum verwiesen (85.). Es war eine Premiere für Inal. Der hatte sich zuvor mehrfach über die robuste Gangart der Gastgeber mokiert: „Wir haben von Anfang an nur auf die Knochen bekommen“, so der Ex-Profi.

 

 

Timo Conde traf erneut. Foto: Olaf Krimpmann  

„Ich habe den Schiedsrichter frühzeitig darauf hingewiesen, aber der ließ gar keine Kommunikation zu. Am Ende bin ich dann etwas lauter geworden. Er hatte mich ohnehin auf dem Kieker und hat mich dann aus der Coachingzone verwiesen.“

Wie vor einer Woche im Heimspiel gegen Meinerzhagen verschliefen die Schwarz-Roten die Anfangsphase. Florian Friedrichs brachte die Gastgeber nach einer Flanke von der rechten Seite bereits nach fünf Minuten in Führung. „Wir haben einfach zu langsam reagiert, vor allem die zweiten Bälle haben wir nicht bekommen und schon gar nicht verteidigt“, so Inal.

 Nach 14 Minuten unterstrich erneut Timo Conde seine aktuell starke Form, indem der Stürmer gegen zwei Gegenspieler in den Strafraum eindrang und mit links zum 1:1 traf. Als drei Minuten später Bernhard Gllogjani in ähnlich starker Manier nach Spieleröffnung durch Lukas Große-Puppendahl die Gäste in Führung brachte, schien die Partie gedreht.

 Vor der Pause jedoch glich Lennestadt aus (37.), erneut war Florian Friedrichs der Torschütze. Bitter: Noch vor dem Halbzeitpfiff musste David Sawatzki nach einem Foulspiel verletzt ausgewechselt werden. Auch der flinke Skandar Soltane hatte am Sonntag wie so oft einiges einstecken müssen.

 Nach der Halbzeit kamen die Schwarz-Roten deutlich fokussierter aus der Kabine. „Wir hatten bestimmt 70 Prozent Ballbesitz“, berichtet Ahmet Inal. „Und wir haben versucht, die Aufgabe mit spielerischen Mitteln zu lösen, indem wir immer Bälle in die Schnittstellen gespielt haben.“

Die erneute Erkenschwicker Führung, für die Philip Mandla verantwortlich zeichnete (66.), fiel nach einem Standard: Einen Eckstoß, auf den kurzen Pfosten getreten, wurde verlängert, der aufgerückte Innenverteidiger traf zum 2:3. Bernhard Gllogjani wiederum stellte drei Minuten später den Endstand her.

 Die Spvgg. rückte damit vor auf Rang fünf der Tabelle. Am 10. März geht es weiter für die Schwarz-Roten, dann gibt der TuS Hordel seine Visitenkarte am Stimberg ab

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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