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ilias eleftherios 3Die Saison langsam austrudeln lassen? Das kommt für Ahmet Inal nicht in die Tüte. Der Trainer der Spvgg. Erkenschwick nimmt jedes Spiel ernst, wie er versichert. Und so hat sich der Ex-Profi akribisch auch auf den kommenden Gegner vorbereitet, den TuS Hordel. Sehr akribisch. Drei Spiele mit Hordeler Beteiligung habe er zuletzt in voller Länge auf Video gesehen, 270 Minuten Westfalenliga-Fußball. Er lasse sich eben ungern überraschen, sagt der 36-Jährige. Überraschend kommt der Fleiß nur auf den ersten Blick, schließlich trifft am Sonntag der Fünfte auf den Elften – viel mehr tabellarisches Mittelmaß geht nicht.

 

Auch am Sonntag im Vorwärtsgang? Erkenschwicks Linksverteidiger Eleftherios Ilias.  Foto: Olaf Krimpmann

 Aber Ahmet Inal möchte das vorleben, was er auch in Zukunft praktizieren will. Mehr noch: „Alles, was Spielvorbereitung und Gegnerbeobachtung betrifft, werden wir noch ausbauen“, verspricht Inal. Womit klar ist: Die tabellarische Tristesse soll spätestens zur neuen Saison der Vergangenheit angehören. „Es tut sich einiges im Umfeld“, sagt der Trainer, ohne sich zu weit vorzuwagen. Das sei ja nicht seine Aufgabe, sagt er. Spätestens Ende März, wenn am Stimberg ein neuer Vorstand gewählt wird, wird man wissen, in welche Richtung es künftig geht beim Traditionsverein.

 Wenn man die sportliche Gegenwart etwas genauer seziert, dann darf für Sonntag der Schluss gezogen werden: So ganz ohne ist die Begegnung Erkenschwick - Hordel nicht. War sie zuletzt selten.

 Nach dem letzten Hordeler Auftritt am Stimberg warf Trainer Zouhair Allali die Brocken hin, gerade einmal 13 Monate ist das jetzt her. Und das Hinspiel in dieser Saison endete mit einem teuren Eklat, als ein Zuschauer im Erkenschwicker Trikot nach Spielschluss auf den Schiedsrichter einstürmte und der Verein eine saftige Geldstrafe aufgebrummt bekam.

 Auch der späte Hordeler Ausgleichstreffer zum 2:2 wurmt noch immer. Kurz vor Ende drosch Philip Dragicevic den Ball unhaltbar aus 20 Metern in die Maschen. „Es war eine Situation, die wir vorhergesehen und doch nicht verhindert haben“, ärgert sich Inal noch heute. Für den Trainer ist alleine das Tor ein Grund mehr, sich noch akribischer vorzubereiten.

 Personell sieht es gut aus am Stimberg, der Übungsleiter hat etliche Möglichkeiten. „Auf einigen Positionen sind wir sogar überbesetzt gerade“, sagt Inal. Letztlich entscheide aber wohl eher die Ein- als die Aufstellung, wie er ahnt: „Das wird mit Sicherheit ein kampfbetontes Spiel werden. Wer die bessere Einstellung hat, der gewinnt.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

Spvgg. Erkenschwick - TuS Hordel;

So., 15 Uhr –

Jule-Ludorf-Sportanlage (Kunstrasenplatz am Vereinsheim).

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