Drucken

 

conde timo7Für die Spvgg. Erkenschwick bleibt nur noch der Kreispokal als lohnendes Ziel. Entsprechend wollen die Schwarz-Roten im Halbfinale an diesem Donnerstag ab 19:30 Uhr beim Landesligisten SG Borken auftreten. Der Trainer sagte bereits vor einer Woche, er sei „geil auf Titel“, für den Verein ist der Gewinn des Kreispokals das letzte lohnende Ziel in dieser Saison nach der ärgerlichen 2:3-Niederlage gegen Wickede in der Meisterschaft. Keine Frage ist: Für die Spvgg. Erkenschwick ist das Halbfinale  bei der SG Borken schon ein Endspiel.

 

Wie steht es um Timo Conde (vorne)? Eine MRT-Untersuchung am Freitag soll Klarheit bringen über die Schwere der Knieverletzung. Foto: Krimpmann

„Unterschätzen darf man den Gegner nicht“, sagt Trainer Ahmet Inal. „Es ist doch oft so, dass du dich im Pokal gegen klassentiefere Mannschaften schwertust.“ Und doch weiß der Ex-Profi: Beim Landesligisten tritt sein Team als Favorit an.

 Wahrscheinlich wird auf dem Spielberichtsbogen dann nach langer Zeit auch wieder der Name des Trainers auftauchen. „Es sieht danach aus“, sagt Inal auf die Frage, wie denn seine eigenen Einsatzchancen stehen. Timo Conde fällt für unbestimmte Zeit aus. Ob sich der zuletzt in bestechender Form befindliche Stürmer wirklich das Kreuzband gerissen hat, soll eine MRT-Untersuchung am Freitag ergeben.

 Da Philipp Mandla, Erkenschwicks Notlösung im Sturm, ebenfalls nicht fit ist, sind die Möglichkeiten begrenzt. „Wir sind ja nur mit zwei Stürmern in die Saison gegangen“, sagt Ahmet Inal, der freimütig einräumt, dass ihm der Platz am Spielfeldrand aktuell lieber ist als der im gegnerischen „Sechzehner“. „Auch wenn die Füße jucken, habe ich immer versucht, es bis zum letzten Moment zu verhindern, dass ich selbst wieder auflaufen muss“, sagt Inal.

 Aber die Alternativen seien eben rar gesät, zumal mit Lukas Große-Puppendahl, Skandar Soltane und eben Mandla gleich eine ganze Reihe von Stammkräften angeschlagen ist. Und selbst wenn sie auf dem Spielbericht stehen sollten: Für einen intensiven Pokalfight, der möglicherweise sogar über 120 Minuten gehen wird, dürfte damit die Kraft kaum reichen.

 Das gute an der Ansetzung des Pokalspiels sei, findet Ahmet Inal, dass die Mannschaft schnell das 2:3 gegen Wickede abhaken könne. „Das war ein einmaliger Ausrutscher“, ist der 37-Jährige überzeugt, „wir haben aber keine Zeit, groß zu trauern. Ich habe der Mannschaft am Montag sofort klar gemacht, wie wichtig der Pokal und das Spiel in Borken sind für uns als Mannschaft und für den Verein. Ich erwarte, dass wir entsprechend auch auftreten werden.“

Im zweiten Halbfinale empfängt die Überraschungsmannschaft Grün-Weiß Barkenberg (Kreisliga B) den Bezirksligisten SC Reken.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer