gllogjani bernad 11Als Lukas Große-Puppendahl zum 3:1 trifft, ist die Sache für die Erkenschwicker Fans klar. Sie singen: „Über Borken fahr’n wir nach Berlin.“ Erst muss die Spvgg. aber mal das Kreispokalfinale gewinnen, das der Klub erstmals seit 2016 wieder erreicht hat. Darin trifft die Mannschaft von Trainer Ahmet Inal am 9. Mai auf den Bezirksligisten SC Reken, der am Abend 5:0 bei Überraschungs-Halbfinalist Grün-Weiß Barkenberg gewann.

 

Die erste Chance zum 0:1: Hier scheitert Erkenschwicks Doppeltorschütze Bernad Gllogjani (Mitte) noch an Borkens Torhüter Ive Burkhardt. Foto: Krimpmann

 Für die Spvgg. Erkenschwick entwickelte sich das Halbfinale bei der SG Borken zunächst zu einer zähen Angelegenheit. Auf dem holprigen Rasenplatz in der Borkener Netgo-Arena tat sich der Westfalenligist schwer, klare Chancen herauszuspielen.

 Erst in der 44. Minute eröffnete sich Angreifer Bernad Gllogjani mal eine Möglichkeit. Das 0:0 zur Pause war folgerichtig, denn auch Außenseiter Borken traute sich nicht nach vorn.

 Knapp 100 Zuschauer wurden für die maue erste Hälfte aber in Durchgang zwei entschädigt. Das lag vor allem an den Gästen, die nun wesentlich engagierter aufspielten. Mit Erfolg: In der 57. Minute trat Bernad Gllogjani an und bezwang Torhüter Burkhardt aus spitzem Winkel – 0:1.

 Der nächste Aufreger ließ nicht lange auf sich warten: Erkenschwicks Torhüter Philipp Kunz schnappte sich den Ball nach einer verunglückten Rettungstat von Eleftherios Ilias – Schiedsrichter Dominic Nosing wertete dies als Rückpass und pfiff einen Freistoß im „16er“. Der Borkener Semir Sekic hämmerte den Ball aus acht Metern ins Netz – 1:1 (63.).

 Jetzt war Leben in der Bude, Erkenschwick konterte. Sascha Drepper zog außen auf und davon und bediente David Sawatzki. Der Routinier ließ sich die Chance nicht entgehen – 1:2 (66.). Und diesmal fassten die Schwarz-Roten auch entschlossen nach: Lukas Große-Puppendahl erzielte nach sehenswerter Einzelleistung in der 71. Minute das 1:3.

Gllogjani setzt den Schlusspunkt per Kopf

 Danach hatten die „Schwicker“ die Sache fest im Griff. In der 81. Minute ließ Gllogjani endgültig die Luft heraus: Per Kopfball traf der Angreifer zum 1:4.

 Eine bemerkenswerte Szene gab es noch: In der Nachspielzeit hielt Schiedsrichter Nosing dem Ex-Erkenschwicker Alexander Robers die Rote Karte vor die Nase. Die Erklärung gab‘s hinterher. Der Borkener soll dem Linienrichter zugerufen haben: „Du hast doch keine Ahnung.“

Trainer Ahmet Inal war zufrieden: „Borken stand innen kompakt. Wir haben uns in der Pause vorgenommen, den Gegner über die Außen zu knacken. Das hat die Mannschaft gut umgesetzt.“

Quelle: Medienhaus Bauer

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