binias jan 02Einen kleinen Vorgeschmack, wie es um die Befindlichkeiten unter den eigenen Anhängern bestellt ist, hat Spvgg. Erkenschwicks Trainer Ahmet Inal in den vergangenen Tagen erleben dürfen. Nach der 2:3-Heimniederlage gegen Wickede „kamen Fans auf mich zu, haben mich gefragt, wieso ich mich nicht selbst eingewechselt habe, um das Spiel über die Bühne zu bekommen“, berichtet Inal. „Das war nicht böse gemeint, aber man spürte schon, dass das die Menschen bewegt.“

 

 

Jan Binias Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2018/2019 Jan Binias und die Spvgg. Erkenschwick treten am Sonntag beim SC Neheim an. Foto: Olaf Krimpmann

Und am Donnerstag? Da wurde der Trainer nach dem 4:1 im Kreispokal bei der SG Borken höchstselbst noch mit der „Welle“ an der Tribüne gefeiert. Was zeigt: Spätestens jetzt ahnt Inal, was nächste Saison auf ihn zukommen kann, wie schmal der Grat bisweilen ist.

„Das ist doch gut, dass die Fans sich solche Gedanken machen und mit Herzblut dabei sind“, findet der Ex-Profi. Angst, zu hohe Erwartungen zu schüren, habe er keine: „Wir können das Saisonziel schließlich erst dann ausgeben, wenn der Kader steht und wir sehen, welche Qualität uns zur Verfügung steht.“

Wobei der sportliche Erfolg der vergangenen Wochen einen unerwünschten Nebeneffekt hat: „Die Jungs zeigen Woche für Woche gute Leistung. Natürlich gibt es viele Anfragen, auch von Oberligisten. Ich weiß nicht, ob sie schon vor zwei, drei Monaten so umworben waren. Wir versuchen alles und werden bis zum letzten Tag um jeden Spieler kämpfen“, sagt der Trainer.

 Am Wochenende, so war am Rande des Kreispokalspiels in Borken zu hören, will die Spvgg. weitere Vertragsverlängerungen verkünden. Ob nach Skandar Soltane und Hakan Gökdemir weiter Leistungsträger dabei sein werden, dürfte mit Spannung erwartet werden.

 Leichte Entwarnung gibt es bei Timo Conde: Der Stürmer hat sich im Wickede-Spiel offenbar „nur“ einen Meniskusriss zugezogen. In der Sommervorbereitung dürfte der Dattelner, der in der Rückserie aufgeblüht ist, damit wieder dabei sein.

 In der Liga heißt die Aufgabe am Sonntag SC Neheim. Bei den Arnsbergern muss Trainer Inal weiter auf eine Reihe von Spielern verzichten. Wenigstens signalisiert Philipp Mandla Einsatzbereitschaft. Der Abwehrspieler hatte in der Vergangenheit mehrfach seine Stürmerqualitäten bewiesen. Damit dürfte sich Ahmet Inal nach seinem Kurzeinsatz in Borken wieder ganz aufs Coaching verlegen können. Hauptsache, sein Team ist erfolgreich.

 Nicht dass sich der Trainer wieder enttäuschten Fans stellen muss. Mit ihnen die „Welle“ zu zelebrieren, ist ihm allemal lieber.

Quelle: Medienhaus Bauer

SC Neheim - Spvgg. Erkenschwick;

So., 15 Uhr – Binnerfeldstadion.

Navi: Binnerfeld 51, 59755 Arnsberg.

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