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inal ahmed 3Nein, Wut im Bauch verspüre er keine, und von einer Revanche wolle er auch nicht sprechen. Aber Ahmet Inal kann nicht verhehlen, dass auch für ihn das Wiedersehen mit der SG Finnentrop/Bamenohl heute am Stimberg ein ganz besonderes ist: „Aus dem Hinspiel ist was hängen geblieben“, sagt der Erkenschwicker Trainer.

 

 

Ahmet Inal empfand als Spieler, dass Finnentrop/Bamenohl kein guter Gastgeber war. Foto: Olaf Krimpmann

Nach der 1:5-Niederlage hielt der damalige Spvgg.-Trainer René Lewejohann eine bemerkenswerte Rede im proppenvollen Finnentroper Vereinsheim. „Lewe“ warf Zuschauern und Offiziellen der SG ein ziemlich unsportliches Verhalten vor. „Das waren keine guten Gastgeber“, erinnert sich auch Ahmet Inal, der damals noch auf dem Spielfeld stand. „Von unserer Nummer 1 bis 18, Trainer und Betreuer haben sich ständig was anhören müssen und Sprüche geschickt bekommen. Ob das gesteuert war oder nicht: Da ist vieles in den Köpfen hängen geblieben bei uns.“

Sportlich hatten die Sauerländer im vergangenen Oktober Oberwasser, und auch ins Rückspiel am Stimberg gehen sie mit breiter Brust: Finnentop/Bamenohl mischt munter mit im Rennen um den Oberliga-Aufstieg, liefert sich einen spannenden Dreikampf mit Meinerzhagen und TuS 05 Sinsen. Die Schwarz-Roten dafür sind nach den Niederlagen gegen Wickede und in Neheim gerade drauf und dran, ihre starke Rückserie zu verspielen.

 Trainer Inal weiß um die Gründe, warum es zuletzt nicht rund lief: „Aufgrund der vielen Verletzten mussten wir zu viele Abläufe ändern. Ein Bernie Gllogjani etwa, um ein Beispiel zu nennen, der ein überragender Zehner ist, musste plötzlich ganz vorne agieren.“

Intern habe die Mannschaft die Lage zuletzt analysiert. Der Trainer will zwar nicht von einer Krisensitzung sprechen, hofft aber doch, dass sich sein Team für einen ordentlichen Schlussspurt zusammenraufen kann.

 Was dem Übungsleiter dabei zugute kommt: Das Verletztenlager lichtet sich. „Jetzt ist es hoffentlich so, dass wir die Spieler da hinstellen können, wo sie hingehören“, so der Ex-Profi. Fraglich sind die Einsätze von Sascha Drepper und Hakan Gökdemir.

 Die Kulisse heute Abend auf der Jule-Ludorf-Sportanlage dürfte ansehnlich werden. Wie die Spvgg. mitteilt, hätten sich rund 100 Gäste-Fans aus dem Sauerland angesagt, die ihr Team im Kampf um den Aufstieg unterstützen wollen.   

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

Spvgg. Erkenschwick - SG Finnentrop/Bamenohl;

heute (Do.), 19.30 Uhr

Jule-Ludorf-Sportanlage

 

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