binias jan 03Die Spvgg. Erkenschwick verabschiedet sich mit einem enttäuschenden Ergebnis – dem 0:1 gegen SV Horst-Emscher 08 – von den eigenen Fans. In einem insgesamt ereignisarmen Verbandsliga-Spiel sollte sich erst in der Nachspielzeit eine Turbulenz einstellen, die letztlich zur Entscheidung geführt hat. Ausgerechnet der zurückgeeilte Mittelstürmer und Trainer der Heimelf, Ahmet Inal, erlaubte sich am eigenen Strafraum gegen den Horster Sturmkollegen Berberoglu ein Foulspiel.  Der anschließende Freistoß wurde nicht auf das Erkenschwicker Tor geschossen, sondern auf die rechte Seite zu Cedrick Hupka gepasst.

Jan Binias Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2018/2019 Kein Durchkommen: Jan Binias läuft sich gegen zwei Horster fest.  Foto: Olaf Krimpmann

Dieser wiederum spielte den Ball nach innen, wo Ali Serhan Nutznießer war und den Ball zum Siegtreffer im Spvgg.-Tor unterbringen konnte (90. + 1).

 Bemerkenswert waren die Tatsachen, dass auf Seiten der Heimelf kurz zuvor Stammkeeper Philipp Kunz ausgewechselt wurde und Platz für Philipp Amft machte. Auch Verteidiger Eleftherios Ilias war nicht mehr Bewacher von Hupka, da er in der 86. Spielminute aus dem Spiel genommen wurde.

Klare Torchancen sind Mangelware

 Zwar bekundete Ahmet Inal später, dass ihn Niederlagen schmerzen. Aber diese Niederlage gegen seinen ehemaligen Verein schmerze weniger als wenn sie gegen einen anderen Gegner zustande kommen würde.

 Für einen Sieg kamen die Erkenschwicker selten in Frage. Zwar wirkte ihr Spiel zumeist gefälliger, was vor allem an Lukas Große-Puppendahl und Hakan Gökdemir lag, die sich im Mittelfeld zu bewähren wussten.  Aber sobald der Strafraum in Sichtweite geriet, sobald die Stürmer Inal und Skandar Soltane in die Aktionen eingebunden wurden, folgten zumeist Ballverluste. Eigentlich hatten die Abwehrrecken des SV aus Gelsenkirchen leichtes Spiel. Bezeichnend für die Bemühungen der Heimelf: Ein Torschuss von Inal in der 20. Spielminute, der weit am Gäste-Tor vorbeistrich.

 Aber auch die Schwarz-Weißen konnten sich nicht mit Ruhm bekleckern. Nur einmal braute sich Gefahr vor dem Tor von Philipp Kunz zusammen, als Norman Seidel eine gute Flanke gelang und Kunz gegen Aygün Köstekci energisch retten musste. Horst reklamierte hartnäckig auf ein Foulspiel.

 In der zweiten Halbzeit tat sich viel mehr. Zumindest auf der Tribüne der Jule-Ludorf-Sportanlage ging hörbar die Post ab. Mit Gesang wurde das Warten auf Freibier überbrückt. Auf dem Kunstrasen kam erst mit der Einwechselung von Bernard Gllogjani mehr Tempo und Druck auf.

Inal prüft Horsts Schlussmann Alexander Rudolf

 Einmal hätte er selbst nach einem starken Solo abschließen können; dann scheiterte Inal mit einem strammen Schuss an Alexander Rudolf in Tor der Horster (78.). In der 82. Spielminute verlängere Gllogjani einen Flankenball von Gökdemir so, dass Rudolf sich erneut strecken musste Und als so ziemlich alle mit einem torlosen Ausgang gerechnet hatten, traf doch noch Serhan und ließ sich von den Mitspielern feiern.

Quelle: Medienhaus Bauer

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