jubel in kirchhöerde 2019Die Spvgg. Erkenschwick hat ihr Minimalziel mit einem minimalen Aufwand erreicht: Nach dem 2:1-Sieg beim Kirchhörder SC beenden die Schwarz-Roten die Westfalenliga-Sielzeit auf dem fünften Platz. Ansonsten gab das letzte Saisonspiel auf dem Sportplatz Kobbendelle nicht viel her. „Was willst du auch erwarten?“, fragte nach Spielschluss Ahmet Inal. So sahen es die mitgereisten Anhänger: Der Fanclub Schwarz-rote Ruhrpottmonster, der eigens mit einem Bus in den Dortmunder Süden angereist war, versuchte wenigstens, gegen die fußballerische Tristesse anzusingen.

 

Nach dem Führungstreffer wird Jan Binias (Mitte) umjubelt. Auch für „Bini“ war’s das letzte Spiel im Erkenschwicker Trikot. Foto: Olaf Krimpmann  

Je länger das Spiel vor sich dahinplätscherte, umso lauter wurden sie. Das einschlägige Repertoire reichte nicht aus, am Ende sangen die Anhänger ihr Liedgut auch ein zweites und drittes Mal.

„Blitz“ bleibt Schwicker im Herzen

„Es ging um nix mehr“, sagte auch Dennis Konarski. Für „Blitz“ war es ein besonderes Spiel: Der 31-Jährige verlässt die Spielvereinigung und schließt sich als spielender Co-Trainer dem künftigen Liga-Rivalen SV Sodingen an. „Falls ich gegen Erkenschwick ein Tor machen sollte, werde ich ganz bestimmt nicht feiern“, versprach Konarski noch auf dem Spielfeld. „Es waren drei schöne Jahre hier, und was die Fans singen – einmal Schwicker, immer Schwicker –, das stimmt auch für mich. Es war schon ein komisches Gefühl, das letzte Mal für diesen Verein auf dem Platz zu stehen Ich werde Erkenschwick immer im Herzen tragen.“

In den 90 Minuten zuvor war den Gästen vom Stimberg ein Start nach Maß gelungen. Jan Binias sorgte nach 15 Minuten mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze für die Führung. Im Anschluss ließen die „Schwicker“ die Dortmunder gewähren, bei denen Lothar Huber das letzte Mal als Trainer an der Seitenlinie stand (der Ex-Profi wird Sportlicher Leiter beim Kirchhörder SC).

Absteiger Kirchhörde Meister im Auslassen von Chancen

 Allerdings erwies sich der Tabellenletzte und vorzeitige Absteiger als wahrer Meister im Auslassen von Chancen. So fiel das 1:1 unter tätiger Mithilfe der Schwarz-Roten: Ein Rückpass von Skandar Soltane auf Torhüter Florian Gabisch war derart schlampig gespielt, dass Alexander Bernhard keine Mühe hatte, den Ball zu erlaufen und am ansonsten starken, hier aber machtlosen Spvgg.-Schlussmann vorbeizusprinten und zum Ausgleich einzuschießen.

 Nach dem Seitenwechsel kamen die „Schwicker“ erneut konzentriert aus der Kabine, erzielten durch Bernard Gllogjani früh das Tor (55.), und ließen Kirchhörde dann wieder machen. Alleine Andrei Joan Mura hatte fürs Schlusslicht zwei, drei „Hundertprozentige“ auf dem Fuß.

 Bezeichnend, wie der Kirchhörder Angreifer in der 86. Minute agierte: Nach einer Parade von Gabisch kam Mura aus acht Metern Torentfernung frei zum Schuss und drosch den Ball unbedrängt in den Ballfangzaun.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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