pilica dzenanDie Spvgg. Erkenschwick hat das Duell um den Jackpot beim 20. Cranger-Kirmes-Cup verpasst. Am Abend unterlag der Westfalenligist gegen Oberligist Westfalia Herne im Halbfinale mit 1:2. Unglücklich. Denn im Backofen am Schloss Strünkede war die Spvgg. in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und hätte in Führung gehen müssen. Ausrichter SV Sodingen tat den Aktiven einen Gefallen und ließ das erste Halbfinale mit einer halben Stunde Verspätung anpfeifen.

 

Die ersten Akzente setzte einer, den der Schatten der mächtigen Tribüne nicht erreichte: Tolga Cengelcik auf dem linken Flügel ließ Hernes Routinier Felix Fuchs ein paar Mal mies aussehen. „Fuchsaaaaa“ schrie Trainer Christian Knapp über den Kunstrasen. Es half wenig.

Spvgg. trifft den Pfosten

Nach fünf Minuten legte Cengelcik für Bernad Gllogjani auf, doch Erkenschwicks „Zehner“ trat den Ball aus acht, neun Metern übers Tor. Die beste Chance hatte Cengelcik selbst: Nach einem famosen Dribbling schlenzte er den Ball an den Torpfosten (14.).

Hernes erste gute Möglichkeit eröffnete sich Simon Freitag: Er scheiterte per Kopf nach einer Ecke an Torhüter Philipp Amft (40.). In Hälfte zwei brachte Knappmann seine Stammkraft Nazzareno Ciccarelli, Herne machte nun mehr Druck.

Das 1:0 fiel aber nach der Methode „Karo einfach“: Duyar drosch den Ball auf den rechten Flügel. Biebersdorf war schneller als Erkenschwicks Bouachria und flankte. In der Mitte entwischte Michael Symakcz den Erkenschwicker Abwehrspielern und traf ins lange Eck (54.).

Gllogjani verpasst den Ausgleich

Die Spvgg. antwortete: In der 54. eine Dreifachchance für Cengelcik, Conde und Gllogjani, der den Ball am Ende an den Pfosten setzte. Als Ciccarelli in der 65. Minute aus 15 Metern mit einem Linksschuss ins Erkenschwicker Tor traf, schien die Sache gelaufen. Doch der Westfalenligist steckte nicht auf.

Timo Conde verwertete eine starke Vorarbeit von Samir Bouachria zum 2:1 (77.). Sechs Minuten später sah Hernes Abdallah wegen Beleidigung des Linienrichters die Rote Karte. Damit war es um das Spiel geschehen: Der Oberligist tat nun alles, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Die Herner klemmten den Ball an der Eckfahne ein oder wälzten sich gleich im Doppelpack auf dem Boden.

„Leider gab es am Ende keinen Spielfluss mehr“, kommentierte Spvgg.-Trainer Ahmet Inal hinterher lächelnd. „Ich nehme das mal als Kompliment. Die Jungs haben das gegen einen Oberligisten richtig gut gemacht.“

von Thomas Braucks / Medienhaus Bauer

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