berke umut03Sonntag, 20. Oktober, 16:48 Uhr – das große Werk ist vollbracht. Die Spvgg. Erkenschwick schafft in der Westfalenliga 2 mit dem 2:1 gegen den Lüner SV endlich den ersten Heimerfolg der Saison. Der war zunächst einmal flott herausgespielt, dann hart erkämpft, am Ende schwer erzittert. „Wenn noch das 2:2 fällt, kannst du dich eigentlich nicht beschweren“, gab Spvgg.-Trainer David Sawatzki nach dem Abpfiff zu. „Aber jetzt sind wir einfach nur froh, dass wir endlich den ersten Heimsieg feiern können.“

 

Auf der anderen Seite: Schämen brauchten sich die Schwarz-Roten dafür sicher nicht. Ein halbes Dutzend ansehnlicher Chancen spielten die Gastgeber heraus – und damit ein paar mehr als der Lüner SV. Ihre beste Phase hatte die Spielvereinigung zu Beginn.

Starker Auftakt: Soltane trifft für Schwarz-Rot

Die Gastgeber starteten aufmerksam und bissig im Zweikampf, der Ball lief flott und präzise durch die Erkenschwicker Reihen. So wie beim frühen 1:0: Samir Bouachria trat auf der linken Seite an, zog den Ball vors Tor – Skander Soltane vollendete am zweiten Pfosten schnörkellos (9.).

Die Hoffnung, dass es auf diese Tour einfach weitergehen würde, sie erledigte sich aber schnell. Der Lüner SV, als Mitfavorit gestartet, inzwischen auf Platz 14 abgerutscht, begann nach einer Viertelstunde, sich energischer zu wehren. In der Folge wurde der erste Heimerfolg mehr und mehr zu einer schweren Geburt.

Amft muss sich strecken

Bis zur Pause ließen die Erkenschwicker zwar keine Torchance für den Lüner SV zu. Im zweiten Durchgang aber wurde das anders. Beim Fallrückzieher von Marcel Ramsey (61.) oder dem Linksschuss von LSV-Kapitän Matthias Drees (66.) musste sich Torhüter Philipp Amft schon mächtig strecken.

Auf der anderen Seite hatte Lukas Puppendahl Pech mit einem Kopfball an die Latte (49.), Timur Umar verpasste nach einem Freistoß-Knaller von Hakan Gökdemir im Nachschuss das mögliche 2:0 (56.). Das erzielte in der 79. endlich Umut Berke: Timo Conde verlängerte den Ball per Kopf, Neuzugang Berke startete im richtigen Moment, rannte allein aufs Tor zu und ließ LSV-Torhüter Dreesen keine Chance.

Nach Strafstoß ist alles wieder offen

Eine gemütliche Schlussphase wurde es trotzdem nicht: Nur drei Minuten später entschied der Bochumer Schiedsrichter Björn Backhaus nach einem Zweikampf des eingewechselten Steffen Heine gegen Lünens Johannes Zottl auf Strafstoß für die Gäste. Zum Ärger der Schwarz-Roten. Heine verletzte sich dabei so schwer, dass er nach zweiminütiger Behandlung den Platz verlassen musste.

Zottl trat den Ball vom Elfmeterpunkt zum 2:1 ins Tor (83.). Das Signal zu einer umkämpften Schlussphase, in der die Spielvereinigung den knappen Vorsprung mit Einsatz, Geschick und etwas Glück verteidigte.

von Thomas Braucks / Medienhaus Bauer

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