sawatzki28In sportlicher Rivalität sind sich Westfalia Herne und Spvgg. Erkenschwick seit gefühlten Ewigkeiten verbunden. Am Samstag, 1. Februar, kommt es damit zu einem seltenen Ereignis: Im Stadion im Schloss Strünkede stehen sich Westfalia und Spielvereinigung in einem Freundschaftsspiel gegenüber. Anstoß ist 15 Uhr. Die klamme Westfalia - der Klub ist insolvent - nutzt das Duell beider Traditionsklubs, um ein großes Familienfest zu veranstalten.

 

Ob Hüpfburg oder Livemusik: Herne hofft bei der Aktion ,,1 Taler" auf ein paar Euro für die leere Vereinskasse, um über die Rückrunde in der Oberliga Westfalen zu kommen. Den Kontakt für die Spvgg. - vor wenigen Jahren selbst. noch insolvent - hatte im Ubrigen Dennis Weßendorf hergestellt, der schon für die Strünkeder spielte.

"Herne macht da ein großes Ding draus, das ist auch okay, selbst wenn eigentlich nur ein FreundschaftsspIel vereinbart wurde", sagt Erkenschwicks Trainer David Sawatzki (Foto). Der hofft bis dahin, dass sich die eigenen Reihen wieder füllen. Im Testspiel am Sonntag gegen VfL Schwerte musste schon Torhüter Sören Stauder als Feldspieler ran, so groß war die Personalnot. "Lukas Große-Puppendahl ist wieder da, nachdem er beruflich weg war, dazu sieht es bei einigen Verletzten wie Sami Bouachria gut aus", sagt der Trainer. Das gilt allerdings nicht für Lucas Keysberg.

Dem Winter-Neuzugang vom SV Sodingen war am Donnerstag im Testspiel bei Viktoria Heiden die Kniescheibe rausgesprungen. Eine MRT-Untersuchung am Wochenende ergab, dass auch die Patellasehne im linken Knie gerissen ist. Dem 28-Jährigen droht eine mehrmonatige Pause. Keysbeig ("Es geht mir semigut natürlich gerade") selbst ist zuversichtlich: lch beginne in zwei Wochen ~ine Reha im Medicos auf Schalke. Mein Ziel ist, nach Ostern wieder auf dem Platz zu stehen." .

von Olaf Krimpmann / Stimberg-Zeitung

Zum Seitenanfang