sawatzki david 31David Sawatzki, Trainer der Spvgg. Erkenschwick, „fliegt“ in Neheim unter kuriosen Bedingungen. Am Sonntag im Westfalenliga-Derby gegen den TuS 05 Sinsen darf er aber wieder an der Seitenlinie stehen.

◦Spvgg.-Trainer David Sawatzki sieht beim 2:0-Erfolg in Neheim die Rote Karte.

◦Coach "büßt" für das Fehlverhalten der Erkenschwick Bank.

◦Einsatz im Derby ist aber nicht in Gefahr.

Darf am Sonntag trotz seiner Roten Karte in Neheim bei der Spvgg. Erkenschwick an der Seitenlinie stehen: Trainer David Sawatzki.© Olaf Krimpmann


 Es war eine Premiere, auf die David Sawatzki gerne verzichtet hätte: Als in der Schlussphase des Westfalenliga-Spiels SC Neheim – Spvgg. Erkenschwick Trinkflaschen von der Erkenschwicker Bank aufs Spielfeld gekullert kamen, winkte der Assistent Schiedsrichter Ali Senol herbei.

Neheim: Flaschenwurf lässt Schiedsrichter nicht ungesühnt

Der Unparteiische aus Rietberg konnte den Verursacher nicht ausmachen, zumal auch Sawatzki überrascht war: „Ich schaute nach rechts, die Flaschen kamen von links. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte.“

Ungesühnt wollte der Schiri die Aktion offenbar nicht lassen: Senol zückte den roten Karton und hielt ihn Sawatzki vor die Augen – als ranghöchsten Vertreter auf der Bank. Ob überzogen oder nicht (Akteure auf dem Feld sollen von den Flaschen nicht gefährdet gewesen sein): „Das ist halt die Regel“, meint der 33-Jährige.

Spvgg. Erkenschwick: Geldstrafe wird fällig - keine Sperrstrafe

Sorgen, dass Sawatzki jetzt ausgerechnet dasDerby am Sonntag gegen TuS 05 Sinsen verpassen sollte, muss der Trainer aber keine haben. „In solchen Fällen wird nur eine Geldstrafe fällig“, sagt auf Anfrage der Waltroper Klaus Overwien, der als Pokalspielleiter im Verbandsfußballausschuss vertreten ist.

Die Rote Karte war der einzige Wermutstropfen nach einem bemerkenswert positiven Wochenende. Das brachte nicht nureinen verdienten 2:0-Sieg beim SC Neheim, gleichzeitig wurden zahlreiche Vertragsverlängerungen bekannt gegeben (wir berichteten am Samstag kurz).

„Das war mir von Anfang an wichtig, dass wir frühzeitig in die Gespräche gehen. Wir können nicht in jedem Jahr eine neue Mannschaft aus dem Boden stampfen, sondern wollen wieder Kontinuität reinbringen“, sagt der Erkenschwicker Trainer.

 „Allrounder“ soll in Kürze verpflichtet werden

Dass mit Timo Conde und Umut Berke am Sonntag zwei Spieler trafen, die (noch) nicht zu den 13 Spielern gehören, mit denen die Spvgg. definitiv weiter plant, findet der Trainer bemerkenswert: „Wir werden in den nächsten Wochen sehen, wer sich noch empfehlen wird.“ Möglich, dass in dieser Woche noch ein weiterer externer Zugang bekannt gegeben wird.

Sawatzki bestätigt, dass der Verein sich in Gesprächen mit einem Allrounder befinde, „der auf der Sechs, Acht oder Zehn spielen kann“. Es wäre nach Christian Warnat (GW Nottuln) und Finn Wortmann (SSV Buer) Zugang Nummer drei.

Bemerkenswert ist dazu, dass die Schwarz-Roten in der kommenden Vorbereitung mit Karl-Heinz Manga und Jakob Lücke zwei B-Jugendliche einbauen wollen. „Wir wollen sehen, wie weit sie schon sind. Natürlich ist das auch als kleine Motivation gedacht, dass sie dabei bleiben. Wenn wir Spieler aus der eigenen Jugend an die Senioren heranführen, ist das immer positiv“, sagt David Sawatzki.  

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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