eisen mirko 01Für keinen anderen Verein hätte Mirko Eisen Stuckenbusch verlassen. „Doch als Magnus Niemöller mich im Februar angerufen und gefragt hat, ob ich nicht zur Spvgg. zurückkehren möchte, da musste ich nicht lange überlegen“, sagt der 30-Jährige. Der Angreifer, der in der Jugend und bei den Senioren bereits das schwarz-rote Trikot trug, hat den Leitspruch des Traditionsvereins längst verinnerlicht: „Einmal Schwicker, immer Schwicker!“

 

Das verschmitzte Lächeln eines Torjägers nach getaner Arbeit: Mirko Eisen. Foto: Meike Holz

Mit 30 Jahren hält sich Mirko Eisen noch lange nicht für zu alt, um auch in der Oberliga Tore zu schießen. Der Garten- und-Landschaftsbau-Meister ist ein Stürmertyp wie einst Gerd Müller – wuselig im Strafraum, abgezockt, trickreich, mit einem starken Dribbling und kaltschnäuzig vor dem Tor.

 Schon immer war Eisen, der bei BW Post unter seinem Vater Ingo bis zur C-Jugend spielte, ein Vollblutstürmer. Im zweiten C-Jugendjahr folgte ein Wechsel zur SG Wattenscheid, ehe es ihn in der B-Jugend an den Stimberg zog. Thomas Sliwa war sein erster Trainer. In der A-Jugend „ballerte“ Eisen die Spvgg. zur Vizemeisterschaft in der Westfalenliga hinter RW Ahlen.

 Der heutige Stuckenbuscher Trainer Michael Pannenbecker, der damals noch Coach bei der Spvgg. war, nahm den Torjäger mit Kusshand im Senioren-Kader auf. Pannebecker verließ die Schwarz-Roten. Nachfolger Ingo Anderbrügge war nur kurz im Amt und nahm Eisen mit zum VfB Hüls. Es folgten zwei Jahre in der Verbandsliga beim FC 96. Trainer war Peter Anders, der heute als Sportlicher Leiter der Spvgg. und U17-Trainer arbeitet.

„Kurz bevor es unterging, habe ich das sinkende Schiff beim FC verlassen und bin nach Stuckenbusch gewechselt“, erinnert sich Eisen. Dreieinhalb Jahre spielte er „am Leiterchen“. „Das war eine tolle Zeit“, sagt der BVB-Fan. Und warum dann der Wechsel? „Dafür gibt es eigentlich zwei ganz entscheidende Gründe. Erstens ist die Oberliga noch einmal eine echte Herausforderung und zweitens will ich noch einmal mit meinem Bruder in einer Mannschaft spielen.“

Das Verhältnis zum zwei Jahre jüngeren Nils Eisen, Kapitän des Oberliga-Teams, bezeichnet Mirko Eisen als „ausgezeichnet“. „Er ist mein bester Kumpel, obendrein auch noch mein Trauzeuge“, sagt Mirko Eisen, der im Oktober2014 seine Freundin Hanna Kutzner heiratete.

 Dass der Konkurrenzkampf bei der Spvgg. noch einmal ein ganz anderer sein wird, ist Mirko Eisen bewusst. Immerhin spielt mit Stefan Oerterer der erfolgreichste Torjäger der vergangenen Oberliga-Saison in Erkenschwick. Doch Eisen kann sich durchaus vorstellen als zweite Spitze neben „Ö“ aufzulaufen. „Das wird die Vorbereitung zeigen, ob so etwas funktioniert.“

Mit Mirko Eisen hat die Spvgg. auf alle Fälle einen, der für ordentlich Betrieb in den gegnerischen Strafräumen sorgen wird. In der Jugend hatte sich der Stürmer den Spitznamen „listiger Lurch“ verdient. „Was genau dahinter steckt, weiß ich auch nicht. Aber mein Onkel Uwe Böhm und Klaus Götz, der vermutlich noch immer Vorsitzender des Listiger-Lurch-Fanklubs ist, hatten sich den Namen ausgedacht.“

Quelle: Stimberg-Zeitung

        

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