tennisballIm Tennis würde es heißen: Vorteil Spvgg. Erkenschwick. Immer noch. Bereits zwei Matchbälle hat das Team von Trainer Jürgen Wielert vergeben.

 

Dem 1:3 im Nachholspiel gegen den ASC Dortmund im eigenen Stadion folgte dort wenige Tage später ein weiteres 1:3 im Derby gegen den FC 96 Recklinghausen. Der Vorsprung der Erkenschwicker auf Verfolger TuS Erndtebrück ist geschmolzen. Aus stolzen acht Punkten sind immer noch gut erträgliche fünf Punkte geworden. Das ist immer noch so viel, dass den Erkenschwickern am Montag beim Spiel in Erndtebrück ein Unentschieden reichen würde. Danach würden die Feierlichkeiten im Sauerland beginnen können. Vorher aber heißt es: Endspiel in Erndtebrück, Finale im Sauerland oder auch: die Reifeprüfung. Im direkten Vergleich mit dem Verfolger gilt es für die Erkenschwicker.

Wielert weiß das. Er redet sein Team, das im Saisonverlauf nach schwächeren Phasen immer wieder den Weg zurück in die richtige Spur fand, stark. „Diesen dritten Matchball werden wir nutzen. In den vergangenen Spielen haben wir den Druck vielleicht unterschätzt. Aber jetzt wissen wir, was auf uns zukommt. Außerdem haben wir den Vorteil, dass wir nicht gewinnen müssen. Erndtebrück ist in der Pflicht. Die müssen gewinnen.“ Sonst können sie zusehen, wie die Erkenschwicker feiern und die mitgereisten Fans das Vereinsheim leer trinken. Wielert geht davon aus, dass die Erkenschwicker Zuschauer in Erndtebrück sogar in der Überzahl sein werden. „Ich habe gehört, dass unsere Fans mit drei oder vier Bussen anreisen werden. Dazu kommen mit Sicherheit viele Fans, die mit dem Privat-PKW kommen werden.“ Es soll ein ganz besonderer Feiertag in Erndtebrück werden.

Die personellen Grundlagen sind für die Erkenschwicker vor diesem wichtigen so gut wie selten in den vergangenen Wochen. Bis auf den immer noch verletzten Daniel Eisenkopf kann Wielert mit bester Besetzung planen. Also auch mit Thomas Falkowski, mit Jan Schmidt, mit Timo Ostdorf. Dass es Mittwoch im Halbfinale des Kreispokals gegen den VfB Hüls eine Niederlage gab, nahm Wielert als notwendiges Übel hin. „Für den Verein war das an diesem Tag sicherlich ärgerlich. Aber für unsere Mannschaft ist das Spiel in der Meisterschaft deutlich wichtiger, zumal wir im Kreispokal noch eine weitere Möglichkeit haben, um den Verbandspokal zu erreichen. Außerdem wurde ich erneut bestätigt, dass wir einen guten Nachwuchs haben. Am Ende haben wir doch fast mit einer A-Jugend gespielt und hätten fast sogar noch gewonnen. Die älteren Akteure brauchten eine Pause.“

Im Gegensatz zum Spiel am Sonntag gegen Recklinghausen haben die Erkenschwicker diesmal nichts geplant. „Am Sonntag lagen doch schon die Meister-T-Shirts bereit“, sagt Wielert, der diesmal eine andere Ansage vor der Partie macht: „Wir planen nichts. Die spontanen Feiern sind doch ohnehin die besten.“

von Markus Rensinghoff / WAZ, Vest

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