jubel gegen sprockhoevelWenn Magnus Niemöller an diesem Mittwoch um 19 Uhr die Vorbereitungsphase beim Oberligisten Spvgg. Erkenschwick eröffnet, werden alle Augen wie gewohnt auf die neuen Gesichter im Kader gerichtet sein. Fünf externe Neuzugänge hat der Tabellendritte der abgelaufenen Saison verpflichten können, dazu noch fünf Perspektivspieler aus den eigene Reihen. Dem stehen sechs Weggänge gegenüber. Was sich auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Vorgang liest, birgt natürlich eine Tücke.

Magnus Niemöller: „Alle Spieler, die wir verpflichtet haben, sind Wunschspieler. Wir haben alle Positionen im Kader damit qualitativ sehr gut besetzt.“ Im Rahmen des finanziell Machbaren, versteht sich.

Und dennoch weiß auch der Übungsleiter, dass die Frage der Fragen erst noch beantwortet werden muss: Wer ersetzt Spielmacher Sebastian Westerhoff? Eine Frage, die der Trainer natürlich hat kommen sehen. Routiniert kontert Niemöller: „Dass sich diese Frage viele stellen, ist klar. Ich kann nur sagen: Keine Angst, wir haben uns da längst Gedanken gemacht.“ Dass das Erkenschwicker Offensivspiel in der am 17. August beginnenden Oberliga-Saison ein anderes werden wird, ist auch dem Trainer klar.

 Aber auch ein schlechteres? Kaum, sagt der 40-Jährige, der in sein viertes Seniorenjahr am Stimberg geht: „Ich glaube schon, dass es unser Anspruch sein wird, wieder vorne mitzuspielen.“ Vor allem im Mittelfeld hat die Spvgg. zugelegt, mit Lukas Opiola und Daniel Feldkamp gestandene Oberliga- und Regionalliga-Spieler geholt.

 Durch die Verpflichtung von Innenverteidiger Christoph Kasak haben die Schwarz-Roten weitere taktische Möglichkeiten erhalten, dazu mit jungen Eigengewächsen und den beiden A-Junioren Lukas Sammerl und Alexander Robers etliche Optionen für die Zukunft.

 Das Vorbereitungsprogramm ist stramm und bietet etliche Testspiele und Turnierverpflichtungen. Gelegenheit genug, sich einzuspielen, ist zweifelsfrei vorhanden. Insgesamt 22 Spieler umfasst der Kader. „Nur“ kann man sagen, wenn man bedenkt, dass die Spvgg. diesmal auf drei Hochzeiten tanzt – Meisterschaft, Verbands- und Kreispokal – und dass durch die Sperre nach fünf Gelben Karten im Laufe der Saison die eine oder andere Zwangspause droht.

 Magnus Niemöller sieht die Quantität in seinem Kader dabei nicht als Nachteil an: „Die letzten drei Jahre haben gezeigt, dass es sich in einer Gruppe von dieser Größe gut trainieren lässt. Jeder Spieler bekommt Aufmerksamkeit, und durch die drei Wettbewerbe werden sich immer wieder Chancen ergeben.“

Bleibt die Frage, wie hoch die Erwartung im Umfeld des Vereins ist. Platz drei sehen viele als Verpflichtung an. Wie stark die Liga wirklich sein wird, ist für Niemöller aktuell nicht abzusehen: „Wie’s aussieht, haben alle Mannschaften kurioserweise den Abgang mindestens eines Schlüsselspielers zu verzeichnen“, sagt er.

 Mit Regionalligaabsteiger SV Lippstadt 08, dessen Torjäger Viktor Maier bei Bundesligist SC Paderborn 07 anheuerte, der ansonsten aber auf ein eingespieltes Team bauen kann, sieht der Erkenschwicker Trainer zunächst einmal eine Mannschaft, die das Maß in der kommenden Saison verkörpern kann.

 

  • Zugänge: Daniel Feldkamp (VfL Bochum U23); Julian Sammerl (Preußen Münster U19); Lukas Opiola (TSG Sprockhövel); Alexander Robers (SG Borken U19); Christoph Kasak (SG Wattenscheid 09); Matthias Szatka, Dirk Junge, Tim Oberwahrenbrock (alle eigene U23); Umut Ceribas, Lukas Walter (beide eigene U19).
  • Abgänge: Timo Ostdorf, Florian Fricke (beide SC Hassel); Sebastian Westerhoff, Maurice Kühn (beide TSV Marl-Hüls); Steven Mursch (Mengede 08/20); Christopher Ditterle (Ziel unbekannt)
  • Trainer: Magnus Niemöller (im vierten Senioren-Jahr)
  • Saisonziel: wieder vorne mitspielen
  • Kader: Tor: Marcel Müller, Tim Oberwahrenbrock, Lukas Walter. Abwehr und Mittelfeld: Kevin Kokot, Tim Kilian, Nils Eisen, Davide Basile, Christoph Kasak, Tim Forsmann, Stephan Nachtigall, Philipp Rosenkranz, David Sawatzki, Deniz Batman, Janos Bluhm, Lukas Opiola, Daniel Feldkamp, Matthias Szatka, Dirk Junge, Umut Ceribas. Angriff: Stefan Oerterer, Christopher Weißfloh, Julian Sammerl, Alexander Robers.
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