bw wulfenAlles rund um BW Wulfen

Letztes Spiel gegeneinander:

Kreispokal-Achtelfinale

Do 3. September 2015 (A) 6:2 

Navigationsadresse: Wittenbrink 21, 46286 Dorsten


Die Tour des 1. SC BW Wulfen durch den Kreispokal geht am Donnerstagabend weiter. Die Landesligisten Gemen und Stuckenbusch ließen am Wittenbrink bereits Federn, jetzt kommt es für Blau-Weiß noch mal zwei Nummern dicker. Die Spvgg. Erkenschwick gibt seine Visitenkarte in Dorsten ab, die Gastgeber freuen sich auf die bevorstehenden 90 Minuten. „So etwas kommt nicht oft vor, für uns ist das ein kleines Highlight“, erklärt Trainer Detlef Albers. Große Angst machte Albers bei seinen Jungs im Vorfeld nicht aus, stattdessen gibt das gesammelte Selbstvertrauen der letzten Wochen viel Auftrieb.

Der Glaube an die Überraschung ist seit Dienstag nicht kleiner geworden, Detlef Albers nimmt sich die siegreiche SG Borken (1:0 über den SV Schermbeck) zum Vorbild. Wobei der Trainer schnell wieder in die Realität zurückkehrt. „Es muss schon ganz viel zusammen passen, damit uns die Überraschung gelingt.“

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Kreispokal 2015/2016

Der Weg ins Achtelfinale:
  bw wulfen1. SC BW Wulfen spvgg erkenschwick 2014Spvgg. Erkenschwick
 1. Runde  3:1 SSV Rhade (A)  Freilos
 2. Runde  1:0 Westfalia Gemen (H)  8:0 SC Marl-Hamm (A)
 3. Runde  1:0 Spfr. Stuckenbusch (H)  7:0 Teut. SuS Walrop (A)
 
Der Verein
Gegründet: 1920   Vereinsfarben: Blau-Weiß 

Derzeitige Ligazugehörigkeit:logo kreisligaKreisliga A1 RE

Nach dem 1. Weltkrieg im Herbst 1919 begannen im westfälischen Bauerndorf Wulfen die ersten "Verrückten" mit dem Fußballspielen und damit den Anfang für eine stetige Aufwärtsentwicklung im Wulfener Sport schufen. Planmäßig und nach festen Regeln betrieben dann von 1920 an sportbegeisterte Jungen des katholischen Jünglingsvereins das Fußballspiel. Die ersten Vereinsfarben waren Schwarz-Rot, der Name "Concordia".

Nach Überwindung der Schwierigkeiten während der Inflationsjahre gab es von 1927 an einen neuen Aufschwung. Die Farben der erfolgreichen Schalker "Knappen" wurden von Wulfens Sportlern übernommen, als "Blau-Weiß Wulfen" traten sie in der Folge auf.

Mitten in spielerische Erfolge hinein traf die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht den Verein schwer: Fast alle aktiven Spieler mussten Soldat werden. Als bald darauf der 2. Weltkrieg ausbrach, kam der Spielbetrieb endgültig zum Erliegen.

Wieder musste nach einem verlorenen Krieg der Fußball in Wulfen unter größten Schwierigkeiten ganz von vorne anfangen. Dennoch ging es schon im Sommer 1945 weiter. Erste Spiele gegen Fußballer in den Nachbargemeinden fanden statt. Dann gab es am 24.November 1945 den offiziellen Neubeginn. Auf Anordnung der britischen Militärregierung mussten schon ein Jahr später alle Sportvereine aufgelöst und mit bestimmten Auflagen neu gegründet werden. Daher gab es am 2. Oktober 1946 die dritte „Neugründung“.

Der sportliche Verlauf:

Im Spieljahr 1956/57 wurde der SC Wulfen Meister der 1. Kreisklasse Borken-Dorsten und damit – im Gegensatz zur gegenwärtigen Regelung – automatisch Aufsteiger zur Bezirksklasse. Doch im zweiten Bezirksklassenjahr zeigte sich, dass Kampfgeist allein zum Bestehen in dieser schweren Klasse nicht ausreichte. Nach einer schlechten 1. Serie stand am Ende der Abstieg. So ging es zurück zur Kreisklasse.

In der 1. Serie der Saison 1959/60 gab es nur die inoffizielle „Vize-Herbstmeisterschaft“ hinter FC Rot-Weiß Dorsten, in der 2. Serie aber nur 3 Minuspunkte und damit den Wiederaufstieg zur Bezirksklasse.

In der Bezirksklasse behauptete sich der SC Wulfen trotz mancher bedrohlicher Jahre ununterbrochen bis zur Meisterschaft in dieser Klasse im Spieljahr 1971/72. Im unvergessenen „Endspiel“ gegen TuS Haltern auf dem „Wittenbrink“ – beide Mannschaften waren am letzten Spieltag punktegleich an der Spitze – gab es einen etwas glücklichen, aber schließlich nicht unverdienten Sieg und damit die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga und damit den grössten sportlichen Erfolg.

Nach den späteren Abstieg aus der Landesliga pendelte BW Wulfen immer zwischen Bezirksklasse und Kreisliga. Der letzte Aufstieg in die Bezirksliga gelang 2008, seit der Spielzeit 2010/11 ist die Kreisliga wieder die Heimat.

 
Größter Erfolg:
  •  Aufstieg in die Landesliga 1972
Die letzten Jahre in Zahlen:
Saison Liga Platz  Sp. Pkt. 
2004/2005  Kreisliga A Borken 3 30 61
2005/2006 Kreisliga A Borken 2 30 67
2006/2007 Kreisliga A Borken 5 30 53
2007/2008  Kreisliga A Borken 1 30 69
2008/2009 Bezirksliga 12 12 28 31
2009/2010 Bezirksliga 12 16 30 13
2010/2011 Kreisliga A Borken 7 30 45
2011/2012 Kreisliga A1 RE 6 30 48
2012/2013 Kreisliga A1 RE 7 30 49
2013/2014 Kreisliga A1 RE 9 34 48
2014/2015 Kreisliga A1 RE 3 32 61
2015/2016 Kreisliga A1 RE 7 34 49
 
 
Stadion Wittenbrink
Kapazität: 6.000

stadion wulfenErste Wettspiele fanden nach der Gründung auf den Wiesen in Kottendorfs Feld und im Köhl statt. Später baute die Mannschaft in Eigenhilfe den oberen Teil der heutigen Sportanlage "Wittenbrink" aus.

Der "Acker" mit seinen Unebenheiten führt zu immer größerem Ärger bei den Gastvereinen. Der Platz musste unbedingt renoviert werden.

Die weiteren Ausbauten: 

  • Am 27. Mai 1965 übergibt Bürgermeister Bernhard Osterkamp das erste Spielfeld an den SCW. Der Regionalligist Rot-Weiß Essen trägt das Eröffnungsspiel vor 2.000 Zuschauer gegen den BVH Dorsten aus. 
  • Mai 1966: Übergabe des großzügigen Umkleidegebäudes an den SC Wulfen.
  • November 1972: Die neue Beleuchtungsanlage wird in einem Spiel SCW / BVH (kombiniert) gegen die Westfalen-Auswahl eingeweiht. Das Clubhaus des SC Wulfen auf der Sportanlage, in Selbsthilfe gebaut und von der Gemeinde Wulfen finanziert (Materialkosten), wird eingeweiht.
  • Frühjahr bis Herbst 1973: Der Rasenteppich wächst heran, weiterer Ausbau der Anlage, Bepflanzung, Einzäunung.
  • 13. August 1974: Durch eine großzügige Spende der Firma Neckermann in Frankfurt am Main erhält der SC Wulfen zur Einweihung eine eigene Sauna im Umkleidegebäude auf der Sportanlage.

Fast zwei Jahrzehnte nach dem Beschluß zum Ausbau der Anlage war die Sportanlage "Wittenbrink" vollendet. Im Laufe der letzen fast 30 Jahre ist die Anlage weiter verschönert worden (Holztribüne, Sprecherhäuschen, Verkaufskiosk, Vordach, Clubhausumbau). 

Zuschauerrekord:

Der Zuschauerrekord steht bei 5.000 Zuschauern die im Einweihungsspiel am 13. August 1974 gegen den FC Schalke 04 kamen. Noch nie sahen Wulfens Straßen eine derartige Anzahl an Fahrzeugen. 

Wegbeschreibung
Navigationsadresse: Wittenbrink 21, 46286 Dorsten
AutobahnA43 Richtung Münster bis Ausfahrt 8-Haltern auf B58 in Richtung Haltern/Wesel/Wulfen/Lippramsdorf fahren. Links abbiegen auf Weseler Str./B58 (9,4 km). Links abbiegen auf Kleiner Ring (180 m). Im Kreisverkehr dritte Ausfahrt (Wittenbrink) nehmen.
 Wegstrecke: 30,4 km   Fahrzeit: 27 min
Unsere Spiele gegen BW Wulfen

Bisher standen sich die beiden Mannschaften in drei Pflichtspiele gegenüber:

Kreispokal 5. Runde am Sonntag 2. August 1987 (Stadion Wittenbrink)

BW Wulfen - Spvgg. Erkenschwick 1:3 (0:2)

  • logo KreispokalSpvgg.: Giese - Tönnishoff, Niggemeier, Melis Gmeiner, Dewitz, Urban, Kämper, Stange, Hadasch (46. Kruse), Schreier (75. Troiani)
  • Zuschauer: 300
  • SR: Koch (Marl)
  • Tore: 0:1 Kämper (17.), 0:2 Dewitz (45.), 1:2 Przbylski (63.), 1:3 Dewitz (87.)

2. Runde Kreispokal am Mittwoch, 23. August 2000 (Stadion Wittenbrink)

BW Wulfen - Spvgg. Erkenschwick 0:4 (0:1)

  • logo KreispokalSpvgg.: Klinkhammer, De Manna, Neisen, Schulte-Huxel, Jäckl, Cetera, Allali, Kaufmann, Morbach (46. Dahms), Korb (46. Zahnhausen), Zylka.
  • Tore: 0:1 Jäckl (36.), 0:2 Cetera (61.), 0:3 Dahms (66.), 0:4 Allali (83.)

Da war leichter als erwartet: Fußball-Verbandsligist Spvgg. Erkenschwick nahm auch die zweite Hürde im Pokalwettbewerb auf Kreisebene in souveräner Manier und zog dank eines ungefährdeten 4:0 (1:0)-Sieges in der Partie beim Bezirksligisten Blau-Weiß Wulfen locker in die nächste Runde ein.

 Die Spvgg. kombinierte von Beginn an recht flüssig und erspielte sich auch einige Torchancen. Es dauerte jedoch bis zur 36. Minute, ehe die mitgereisten Fans zum ersten Mal jubeln durften: Christian Jäckl war nach einer schönen Flanke von Michael Kaufmann per Kopfball erfolgreich. Auch nach dem Wiederanpfiff zeigte der klassenhöhere Favorit das durchdachtere Spiel und zwängte die sich tapfer wehrenden Gastgeber permanent in die eigene Hälfte zurück. Logische Konsequenz: Das 2:0 für die Schwarz-Roten durch Adrian Cetera - erneut hatte Kaufmann die Vorarbeit geleistet (61.). Fünf Minuten später erhöhte der eingewechslete Oliver Dahms nach Pass von Jäckl sogar auf 3:0. Zouhir Allali setzte mit dem 4:0 den Schlusspunkt (83.).


Kreispokal-Achtelfinale am Donnerstag, 3. September 2015 (Stadion Wittenbrink)

BW Wulfen - Spvgg. Erkenschwick 2:6 (2:4)

  • logo KreispokalSpvgg.: Oberwahrenbrock - Sawatzki, Basile (73. Kasak), Pappas, Kokot - Rosenkranz - Erdmann (61. Kilian), Grummel, Nebi, Bluhm (61. Sammerl) - Oerterer - Trainer: Niemöller 
  • Tore: 0:1 Oerterer (7.), 1:1 Nagel (12.9, 2:1 Nagel (18.), 2:2 Nebi (22.), 2:3 Oerterer (27.), 2:4 Oerterer (45.), 2:5 Oerterer (82.), 2:6 Nebi (89.)
  • Schiedsrichter: Bäger (Marl)
  • Zuschauer: 160

6:2- Erkenschwick kann's auch auf Asche

Am Ende verwaltete die Spvgg. Erkenschwick ihr Kreispokal-Achtelfinale sachlich und unspektakulär, Beifall dafür gab es für den Außenseiter: Der SC BW Wulfen hatte gegen den Oberligisten beherzt gekämpft und sich beim 2:6 (2:4) achtbar aus der Affäre gezogen.  

 
 Quellenverzeichnis
 
 
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