imre jenriEs bleibt dabei: Der TuS Ennepetal kann in der Fußball-Oberliga gegen die Spvgg. Erkenschwick einfach nicht gewinnen.Am Sonntagnachmittag gab es vor der Rekordkulisse von 300 Zuschauern im Bremenstadion eine klare 1:4 (0:1)-Niederlage gegen die Stimberg-Elf. Die hat nunmehr aus den letzten sechs Spielen gegen die Klutertstädter 16 Punkte geholt.

 

Nicht nur die Punkteverteilung war „wie immer“, auch die Intensität des Spiels war erneut sehr hoch. Es ging gleich los mit einem Foul von Marc Schröter, für das der zahlreiche Erkenschwicker Anhang lautstark „Gelb“ forderte. Weiter ging es mit einem Foul an Leon Enzman, das wiederum von Florian Gerding ebenso beantwortet wurde. Hier zückte Schiedsrichter Lars Lehmann dann aber den gelben Karton. Keine zehn Minuten waren bis dahin gespielt.

Wenig Raum gelassen

Doch schon in dieser frühen Phase war klar, dass die Gäste extrem eng deckten und den Ennepetalern wenig Raum lassen wollten. „Auch mal den Ball halten oder prallen lassen“, forderte TuS-Trainer Imre Renji von seinen Schützlingen.

Torchancen gab es zunächst wenige. Enzmann verzog von der Strafraumgrenze knapp, Erkenschwicks Goalgetter Stefan Oerterer scheiterte aus spitzem Winkel an TuS-Keeper Marvin Weusthoff. Auch Christian Hausmanns mächtiger 25-Meter-Freistoß strich knapp am Tor vorbei. Schließlich grätschte Maik Bollmann im eigenen Strafraum mutig einen Ball Oerterer vom Fuß.

Der einzige Treffer der ersten Halbzeit fiel, als die TuSler keinen Zugriff auf die Gegenspieler bekamen und Batman einen schönen Pass des Ex-Ennepetalers Timo Erdmann aus 18 Metern ins lange Eck hämmerte.

Mit dem Pausenpfiff hatte Robin Gallus den Ausgleich auf dem Fuß und fasste sich auf dem Weg in die Kabine an den Kopf, weil er das Leder nicht untergebracht hatte. Nach der Pause dann die stärkste Phase der Gastgeber, denen es nun gelang die Erkenschwicker unter Druck zu setzen. So gelang auch der Ausgleich, als Robin Gallus einen hohen Ball aufs Tor darin unterbrachte. Doch das brachte nicht entscheidend mehr Linie in die TuS-Aktionen. Nur wenig später stand wieder Weusthoff im Mittelpunkt, als er die erneute ESV-Führung verhinderte.

Die Partie kippte nach einer Viertelstunde wieder zu Gunsten der Gäste, Renjis Jungs wurden mehr und mehr in die Defensive gedrängt. Die erneute Führung der Elf von Trainer Magnus Niemöller gehörte in die Abteilung Glücksspiel. Einen Eckball hatten Freund und Feind im TuS-Sechzehner zur Flipperkugel werden lassen, Philipp Rosenkran stand irgendwie richtig und bugsierte das Spielgerät ins Tor. „Da haben wir uns dumm angestellt“, bekannte der TuS-Trainer.

Die Vorentscheidung fiel durch die Ampelkarte, die Ibrahim Lahchaychi kurz danach kassierte. Er hatte nur sechs Minuten zuvor Gelb gesehen und ging erneut ungestüm, wenn auch vielleicht nicht unbedingt regelwidrig zu Werke. Jedenfalls waren die Ennepetaler in den letzten 20 Minuten dezimiert. Zwar war der Ausgleich durchaus noch möglich, doch war niemand entscheidend zur Stelle, als Lukas Winczuras Flanke die Erkenschwicker Abwehr auf dem falschen Fuß erwischte. Irgendwie kratzten die Gäste den Ball noch von der Linie.

1:3 aus vollem Lauf

Mit dem Treffer zum 1:3, den erneut Batman aus gut 20 Metern aus vollem Lauf erzielte, als er einen Passversuch des TuS abgefangen hatte und nicht angegriffen wurde, war die Partie entschieden.

„Wir hatten zwar auch eine gute Phase, aber insgesamt hat es heute nicht gereicht. Zwei individuelle Fehler und ein Sonntagsschuss haben uns das Genick gebrochen“, resümierte Imre Renji nach der Begegnung.

von Ulrich Mittag

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