appelt güenterDer SV Zweckel will am Sonntag auf heimischem Rasen gegen die Spvgg. Erkenschwick die Pleite aus der vergangenen Woche wiedergutmachen. „Meine Mannschaft wird alles geben“, – das verspricht Günter Appelt, Trainer der Oberligamannschaft des SV Zweckel, vor der Partie seiner Elf am Wochenende.

Denn hinter den Schwarz-Grünen liegt eine turbulente Woche: Die herbe Niederlage in Erkenschwick am vergangenen Sonntag (1:7) gab den Verantwortlichen genügend Grund dazu, am Dienstag an den Mannschaftsrat heranzutreten, um über Ziele und Konsequenzen zu sprechen. Am Sonntag, 25. Oktober, kann das SVZ-Team nun um 15 Uhr zu Hause gegen die Spvgg. Erkenschwick beweisen, dass es aus der Pleite gelernt hat. „Die Spieler haben uns zugesichert, dass sie jetzt Gas geben. Und das ist alles, was ich von ihnen verlange“, erklärt Appelt. Dem Fußballlehrer aus dem Gladbecker Norden bereitet der vergangene Spieltag noch immer Kopfschmerzen. Von Arbeitsverweigerung hatte er nach Abpfiff gesprochen. Jetzt will er eine Entschuldigung auf dem Platz sehen: „Das wir mit dem niedrigsten Etat der Liga nicht die Besten sind, ist klar. Dass wir nicht immer gewinnen, ist klar. Aber dass wir kämpfen, dass sind wir den Fans, die Eintritt zahlen und uns die Treue halten, wirklich schuldig.“

Dass Erkenschwick nicht der angenehmste Gegner nach angespannten Tagen ist, zeigt nicht nur der 6:1-Sieg der Gäste im Freundschaftsspiel bei Landesligist TuS Halten am Dienstag. Dabei wäre es höchste Zeit für die Zweckeler mal wieder zu punkten. Noch hat der Tabellensiebzehnte FC Gütersloh nämlich „nur“ drei Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht aus dem Ruhrgebiet. „Das wird natürlich schwer für uns. Wir wollen nicht weiter abfallen.

Erkenschwick ist allerdings spielerisch unfassbar stark und schenkt uns nichts“, weiß auch der SVZ-Coach. Dennoch betont er nachdrücklich: „Ich habe den Glauben an meine Mannschaft nicht verloren. Wenn wir einen guten Tag erwischen und diesmal Kampfgeist zeigen, dann ist immer alles möglich.“ Doch die „Mannschaft“ von der Appelt spricht, tritt an der Dorstener Straße ziemlich ausgedünnt an: Die Langzeitverletzten Ramadan Ibrahim, Christian Kaminski und Marvin Höner fehlen den Zweckelern noch immer. Abwehrchef Norman Seidel, Diyar Kaplan und Pjer Radojcic sind weiterhin angeschlagen, dazu kommen mit Marcel Titz und Joshua Denk nach dem Spiel in Ennepetal noch zwei neue Namen auf die Invalidenliste.

Und dann ist da ja auch noch die Rotsperre von Torwart Pascal Schulz-Knop. Das lässt Appelt nicht viel Handlungsspielraum. „Wir werden wohl einen oder zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft am Sonntag mit in den Kader nehmen“, so der Linienchef der Schwarz-Grünen.

Jonah Lemm

 

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