Trainer Olaf Neisen.Ein packendes Lokalderby sieht sicherlich anders aus. Wenig Bewegung, kaum Aggressivität und dennoch ein klar verdienter Verlierer. Der FC 26 Erkenschwick wehrte sich bei der 0:2-Niederlage gegen die Spvgg. II nicht.


„Das hat mich schon überrascht. Der FC ist eine Mannschaft, die in den letzten Jahren auch viel von ihrem Kampf gelebt hat. Davon war aber nichts zu sehen“, meinte Spvgg.-Trainer Olaf Neisen nach dem Spiel. Er sah zwar auch von seiner Mannschaft keine Glanzleistung, aber die reichte gegen harmlose Rapener mehr als aus.

„Gerade am Anfang sind wir richtig gut ins Spiel gekommen, haben schön die Diagonale gespielt“, hatte Neisen ein Lob über. Und Bayram Pazar nutzte eine von zahlreichen Strafraumszenen in der zehnten Minute. Dessen Schuss war abgefälscht und deswegen unhaltbar für Keeper Björn Wilms, der am Sonntag zum ersten Mal nach seiner sechswöchigen Rotsperre wieder im Kasten des FC stand. An die Bogenlampe kam er aber nicht heran.

Danach ging’s munter weiter. Pazar schoss nach toller Flanke von Linus Wolt am Tor vorbei (16.) und Gatberg köpfte an den Pfosten (18.). Danach durfte der FC 26 durchatmen. Die Spvgg. schloss sich der harmlosen Spielweise an, hatte aber auch vom Gegner keine Gefahr zu erwarten. Erst in der 45. Minute leitete Wilms einen Angriff ein – aber für die Spvgg. Er spielte Pazar fein in den Fuß, der auf Hakan Cinal passte. Da war Wilms aber wieder zur Stelle und parierte.

Nach der Pause änderte sich nichts. Die Gäste taten lange nicht mehr als nötig. In der 66. Minute zeigten sich zum einzigen Mal die Gastgeber, die nicht mehr als einen Kullerschuss von Ayhan Karadere und eine Fahrkarte von Marcel Peters zu bieten hatten. Dann kamen wieder die Gäste. In der 71. Minute verschoss Petek nach feiner Kombination im Strafraum. Gut zehn Minuten später machte Gatberg den Sack per Kopf zu, als er eine tolle Petek-Hereingabe über die Linie nickte – 2:0. Die Rapener wurden auch danach nicht munterer und schienen mit dem 0:2 zufrieden. Tatsächlich waren sie damit noch gut bedient. Trainer Alex Baurecht fehlten ob der schlechten Leistung die Worte.

Von Florian Gleichforst

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