Feier DerbysiegerAm Sonntag könnte im Kampf um Aufstieg und Meisterschaft in der Kreisliga A2 eine Vorentscheidung fallen. Im Fernduell zwischen Tabellenführer FC/JS Hillerheide (61 Punkte) und Spvgg. II (56 Punkte) haben beide Topteams am 26. Spieltag knifflige Derby-Aufgaben vor der Brust. Der Tabellenführer empfängt ab 15 Uhr den Tabellenvierten Genclik Spor, Verfolger Erkenschwick trifft zeitgleich im Heimspiel auf den Ortsnachbarn GWE, der sich auf Rang sechs vorgearbeitet hat.

 

Die Derby-Statistik der letzten zehn Duelle spricht klar für die Mannschaft von Spvgg.-Coach Daniel Bergmannshoff. Bei sechs Siegen und zwei Unentschieden gab’s nur zwei Niederlagen für die Oberliga-Reserve. Der letzte GWE-Sieg in einem Ligaspiel liegt bereits zweieinhalb Jahre zurück. In der Rückrunde der Saison 11/12 gab’s einen 1:0-Auswärtserfolg für die „Frösche“. Im Hinspiel der laufenden Saison trennte man sich am Nußbaumweg mit einem vor allem für die Spvgg. schmeichelhaften 1:1. Für GWE hatte Nico Weißfloh nach der Pause den Führungstreffer erzielt. Dessen Bruder Christopher Weißfloh, der im Derby aushalf, traf zum 1:1-Endstand. Ein Duell auf Augenhöhe dürfte auch am Sonntag wieder auf die Fußballfans warten, wenn auf dem Kunstrasenplatz am Stimberg-Stadion die beste Mannschaft der Rückrunde (24 Punkte aus acht Spielen) die drittbeste (19 Punkte) empfängt. „Für uns geht es in erster Linie darum, das Derby zu gewinnen. Auf die Tabelle brauchen wir nicht zu gucken“, sagt Spvgg.-Coach Bergmannshoff. Am Donnerstag hatte seine Mannschaft im Nachholspiel in Hochlarmark durch einen hart erarbeiteten 4:2-Sieg den Rückstand auf die Spitze auf fünf Punkte verkürzen können. „Im ersten Durchgang waren wir nicht zielstrebig genug“, meint Bergmannshoff, dem am Sonntag personell wieder alle Mann zur Verfügung stehen. Ob es wieder Unterstützung aus dem Oberligakader geben wird, konnte der Coach am Freitag noch nicht sicher sagen.

 GWE-Trainer Thomas Synowczik, der am Donnerstag seinen 34. Geburtstag feierte, hat eine plausible Erklärung für die schlechte Bilanz gegen die Schwarz-Roten. „Wir haben ja in den vergangenen Jahren meistens nicht gegen eine reine zweite Mannschaft gespielt, da waren doch mindestens immer vier Leute aus dem Oberliga-Kader dabei“, sagt Synowczik, der als ehemaliger Spieler des FC/JS Hillerheide natürlich den Recklinghäusern im Titelrennen die Daumen drückt. „Ich hatte drei schöne Jahre in Hillerheide und gönne dem Verein den Aufstieg.“

Dass seine Mannschaft in dieser Saison mit allen Gegnern mithalten kann, hat sie bereits bewiesen. In der Rückrunde konnten die „Frösche“ auch Klassenprimus Hillerheide besiegen. Hätte es vor vier Wochen nicht die 1:3-Niederlage bei Genclik Spor Recklinghausen gegeben, wäre GWE 16 Spiele in Folge unbesiegt geblieben. Personell kann auch Synowczik am Sonntag aus dem Vollen schöpfen. Auch Toptorschütze Nico Weißfloh, der allein aus taktischen Gründen beim 7:0 gegen den FC 96 nicht zum Einsatz kam, ist wieder mit dabei. „Ich wollte gegen Recklinghausen mal ein anderes System ausprobieren. Daher hat Nico nicht gespielt“, klärt der Trainer auf.

von Olaf Nehls

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