Am Boden zerstört: Spvgg.-Keeper Tim OberwahrenbrockVollgas bis zur letzten Sekunde. GWE gab sich mit dem 0:0 nicht zufrieden und bestürmte im Derby bei der Spvgg. II das Tor der Gastgeber. Und tatsächlich fiel der Siegtreffer für die „grünen Frösche“ noch.

Das Tor fiel spät, aber es war verdient. Grün-Weiß dominierte in der zweiten Hälfte. Von Minute zu Minute wurde die Elf von Trainer Thomas Synowczik stärker, mutiger und hatte den absoluten Willen, den nächsten Derby-Dreier einzufahren. Die Spvgg. II kam nur noch durch Befreiungsschläge über die Mittellinie. Ansonsten spielten im Dauerregen nur noch die Gäste, die damit alle vier Stadtduelle gegen RWE (5:1), FC 26 (3:2), Titania (2:0) und eben das gegen die Spvgg.-Reserve für sich entschieden haben.

Nils Vidmar stand in der 56. Minute nach einem abgefälschten Fernschuss goldrichtig, schoss das Leder aber über den Kasten. Nur eine Minute später versuchte sich Christian Kevering aus der zweiten Reihe, aber Schlussmann Tim Oberwahrenbrock war bei dem gefährlichen Aufsetzer zur Stelle.

Und auch in der 71. Minute behielt Oberwahrenbrock die Oberhand, als Vidmar fein auf Daniel Christensen ablegte. Der eingewechselte Patrick Grüner spielte auf den starken Florian Wyzenti, der übers Tor bolzte. Spvgg.-Trainer Olaf Neisen erkundigte sich in der 90. Minute schon nach der genauen Spielzeit. Nachdem Cesur Burak (84.) und Karim Schocke (88.) jeweils mit Gelb-Rot vom Feld gingen wäre der Trainer mit einem 0:0 absolut zufrieden gewesen.

Grün-Weiß indes rannte die Zeit davon. Und auch Synowczik fragte „Schiri“ Joseph Oghenekevwe Rerri (Marl) nervös nach der Dauer der Nachspielzeit, ehe Wasilewski die Spvgg. schockte und Grün-Weiß in den Jubel stürzte.
Übrigens, Marcel Melis hatte nach Flanke des Ex-Grün-Weißen Marvin Gatberg in der 40. Minute die beste und einzig nennenswerte Chance für die Gastgeber. Doch der Kopfball des ebenfalls ehemaligen GWE-Kickers ging knapp über das Tor von Keeper Florian Gabisch.

Von Florian Gleichforst

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