deranca eliasOliver Gallert hatte den Verantwortlichen für die 1:2 (0:0)-Niederlage seiner Elf bei Mitaufsteiger TuS Haltern II schnell gefunden. Schiedsrichter Hendrik Aschoff habe die Hausherren in den entscheidenden Szenen des Spiels klar bevorteilt, meinte der Coach von Bezirksligist Spvgg. Erkenschwick II. Dabei hätten sich die Halterner die nervenaufreibende zweite Halbzeit ersparen können, wenn sie in den ersten 45 Minuten für klare Verhältnisse gesorgt hätten.

 

  Elias De Ranca (r.) und die Spvgg. II unterlagen unglücklich mit 1:2 beim TuS Haltern II.  

  Simon Pilmann hatte nach Vorarbeit von Dennis Drepper nach wenigen Minuten die erste dicke Chance, scheiterte aber ebenso am Erkenschwicker Keeper Christopher Ditterle wie Maik Knoblich beim Nachschuss.

Der TuS hielt die Schlagzahl hoch, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Er strich bei einem Kopfball Marian Göckes und einem Freistoß von Pilmann jeweils knapp am Ziel vorbei. Einen Schuss Dreppers klärte ein Erkenschwicker Verteidiger in höchster Not auf der Linie und Oliver Quinkenstein traf frei vor dem Tor nur den Innenpfosten. „In den ersten 20 Minuten dachte ich, wir gehen hier heute komplett unter“, musste auch Gallert später eingestehen. Doch es kam ganz anders.

Halbzeit zwei begann zwar mit einem Freistoß an den Pfosten von Maik Knoblich. Dann hatten aber auch die Schwarz-Roten einen Aluminiumtreffer – und der saß. Der Freistoß-Aufsetzer von Elias De Ranca sprang vom Innenpfosten ins Tor (50.). Das 0:1 stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Doch in der Folge wurden die „Schwicker“ stärker. Nur ein paar Minuten später, als Halterns Torwart Marcel Hullermann patzte und der Ball erneut im Netz lag, jubelten die Gäste. Doch Schiedsrichter Aschoff hatte ein Foul am Halterner Keeper gesehen. „Der Schiedsrichter hatte schon zur Mitte gezeigt. Aber als die Halterner Spieler danach protestierten, nahm er das Tor wieder zurück“, wunderte sich nicht nur Oliver Gallert. Es sollte nicht die letzte strittige Entscheidung des Tages gewesen sein.

Vor dem Ausgleich durch Drepper (74.) war der Ball klar im Seitenaus. Der vom TuS Haltern gestellte Linienrichter hob auch die Fahne und irritierte damit Abwehrspieler Timur-Can Güven, der sich den Ball vom eingewechselten Yasin Keskin abluchsen ließ, der ungehindert Drepper in Szene brachte. In der Schlussphase ging’s hin und her. Hullermann hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel. Als Quinkenstein dem eingewechselten Tim Bonka nach einem Querschläger per Kopf das 2:1 vorlegte (81.), kam die Spvgg. noch einmal. Dominic Petek traf den Außenpfosten. Den Kopfball von Towart Ditterle fischte Hullermann aus dem Winkel.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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