stellmach sandro1Erleichterung auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite. Die Spvgg. II hat durch den 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen den TSV Marl-Hüls II im dritten Anlauf den ersten Dreier der noch jungen Bezirksliga-Saison eingefahren. Die Hülser mussten nach dem furiosen 6:3-Derbysieg gegen den VfB Hüls am Stimberg eine bittere Pille schlucken. „Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Das hatten wir uns anders vorgestellt“, meinte TSV-Spielertrainer Alexander Thamm nach Spielende. „Personell, also von den Namen her, hatten wir sicher die stärkere Mannschaft auf dem Platz. Unsere Überlegenheit konnten wir aber nicht in Zählbares ummünzen. Die beiden Erkenschwicker Tore sind unhaltbar, ob in der Bezirksliga oder in der Bundesliga. Glückwunsch an Erkenschwick, das nach dem 0:1 bei den Temperaturen zurückgekommen ist“, sagte Thamm. Strahlende Gesichter gab’s bei den Hausherren. Deren Trainer Oliver Gallert war rundum zufrieden: „Der TSV ist auf Dauer sicher nicht der Gegner, mit dem wir uns messen können. Daher waren das heute drei Bonuspunkte für uns.“

Die Hülser spielten vor allem im ersten Durchgang stark auf. Thamm selbst fungierte als Verteiler in der Zentrale, hatte die mit Abstand meisten Kontakte und setzte immer wieder seine beiden Außenstürmer Patrick Beczkowski auf rechts und Fabian Sdzuy links mustergültig in Szene. So auch in der 18. Minute, als Beczkowski von rechts flankte und Sdzuy das Leder am zweiten Pfosten überlegt im langen Eck versenkte. Minutenlang kamen die „Schwicker“ danach nicht mehr aus der eigenen Hälfte. Echte Torgefahr kam aber trotzdem nicht auf. Auf der anderen Seite war es dann eine Einzelaktion von Neuzugang Ismail Viran, die zum Ausgleich führte. Seinen 20-Meter-Kracher genau in den Winkel konnte Torwart Dennis Langer nicht halten (30.).

Mit dem aus Erkenschwicker Sicht schmeichelhaften 1:1 ging’s in die Pause. Nach dem Wechsel wurde die Partie offener. Die Hausherren waren nun mutiger. Umstritten war die Entstehung des Siegtreffers. Marco Kampmann ging an der linken Außenbahn zu Boden. Der unter Beobachtung stehende Schiri Dominic Nosing (GE) entschied auf Freistoß. Die Hülser reklamierten, dass der Erkenschwicker lediglich ausgerutscht sei. Kampmann selbst legte sich den Ball zurecht und drosch das Leder aus ganz spitzem Winkel unhaltbar zum 2:1 unter die Latte (66.). Bei diesem Resultat blieb es bis zum Schluss, weil die Spvgg.-Reserve mit viel Einsatz verteidigte und den Gästen zu wenig einfiel.

Von Olaf Nehls

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