viran ismaelIn der Schlussphase wurde bei der Spvgg. II gezittert. Reicht das eine Tor von Ismail Viran aus der ersten Halbzeit, um den ersten Auswärtspunkt mitzunehmen? Carlo Schulze Entrup hatte nach einer Stunde den 1:1-Ausgleich für die Sportfreunde Merfeld erzielt. Dann brach die 94. Minute an und Verteidiger Alexander Kramps ging beim letzten Freistoß mit nach vorne. Dirk Junge hob den Ball von der rechten Außenbahn in den 16er. Merfelds Abwehr bekam die Kugel nicht aus der Gefahrenzone.

Ismail Viran (r.) hatte die Spvgg. II in Merfeld nach Vorarbeit von Dominic Petek (l.) in Führung gebracht.

 Marvin Gatberg kam ans Leder, traf zum vermeintlichen Siegtor. Doch Schiri Maximilian Mendrina (Rheine) ließ weiterlaufen. Kramps setzte nach und bugsierte den Ball irgendwie über die Linie. Riesenjubel bei den Schwarz-Roten, tiefe Enttäuschung bei den Gastgebern und ihrem Trainer Wolfgang Korb. Es war ein glücklicher Sieg für den Aufsteiger, der sich sein Glück mit viel Einsatz auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz an der Rekener Straße aber erarbeitet hatte.

„Die Freistoßsituation war einstudiert“, freute sich auch Erkenschwicks Coach Oliver Gallert über den so wichtigen „Dreier“ bei den bis dato punktgleichen Dülmenern. Die sind durch die Niederlage auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Dabei begannen die Hausherren schwungvoll, machten vor knapp 100 Zuschauern gleich mächtig Druck, ohne jedoch für wirkliche Torgefahr zu sorgen.

Die Spvgg.-Reserve, die schon nach 28 Minuten den verletzten Daniel Christensen durch Tim Gilgner ersetzen musste, stand in der Defensive kompakt, lauerte auf Konterchancen. Die erste richtig gut durchgespielte führte in der 22. Minute zum 0:1. Die Flanke von Dominic Petek von rechts nickte Ismail Viran am zweiten Pfosten ins Tor. Dabei blieb’s in einer Partie auf bescheidenem Bezirksliga-Niveau bis zur Pause.

Nach dem Wechsel wurde die Begegnung ansehnlicher. Auch, weil die Gäste nun mitspielten. Robin Wihan köpfte den Ball nach einer Ecke von Jan Philip Tüns knapp am Tor vorbei (46.). Beim Zusammenprall zwischen Torwart Daniel Ridder und Tüns kurz darauf, hatte die Spvgg. eine Schreckminute zu überstehen. Ridder musste behandelt werden, konnte aber weitermachen. Einen Ersatzkeeper hatte die Gallert-Truppe nicht dabei.

Danach kombinierten sich die Gäste zweimal gut nach vorne. Gilgner (52.) und Viran (56.) liefen alleine auf Torwart Dominik Szeczepanski zu. Doch Schiri Mendrina hatte beide fälschlicherweise im Abseits gesehen. Statt des 0:2 gab’s kurz darauf das 1:1. Tüns schlug einen Freistoß auf den ersten Pfosten, wo Schulze Entrup einköpfen konnte (63.). Dabei blieb’s – bis zur vierten Minute der Nachspielzeit.

Von Olaf Nehls

Zum Seitenanfang