allali zouhair 6Die Miene von Zouhair Allali auf der Trainerbank verfinsterte sich mit jeder Minute, und während seine Mannen nach Abpfiff des 1:4 gegen FC Brünninghausen wortlos zur Bank stapften, saß der Erkenschwicker Trainer lange auf seinem Stuhl. Solch einen Leistungsabfall hatte er nicht erwartet. Beinahe schien es, als würde Allali die Leistung persönlich nehmen. „Dabei war das nicht irgendein Spiel für uns“, so der 34-Jährige lange nach Spielschluss, als er endlich wieder reden wollte.

Allein mit seinem Ärger: Während seine Spieler das Stimberg-Stadion verlassen, verharrt Spvgg.-Trainer Zouhair Allali enttäuscht auf seinem Stuhl. Foto: Krimpmann

Mit mehr Mut, aber vor allem mehr Einsatz und deutlich mehr Spielintelligenz wäre etwas drin gewesen gegen den Aufsteiger. Der war gut sortiert, spielte aber alles andere als überragend auf. Und er zeigte genau die Systeme und Spielzüge, die Allali und seine Co-Trainer zuvor beobachtet hatten.

„Wir können den Gegner 50 Mal beobachten. Aber wenn einzelne Spieler oder heute fast die ganze Mannschaft das nicht im Ansatz umzusetzen versuchen, ist das für mich das Enttäuschendste, was ich hier erlebt habe“, fand der 34-Jährige deutliche Worte. „Zumindest kämpfen muss man.“

Und genau das erwarten auch die Anhänger, die sich erstmals in dieser Saison sichtlich enttäuscht zeigten. Die Stille im Stimberg-Stadion wirkte nicht nur wegen der mageren Kulisse bedrückend. Noch hat es der Tabellen-16. in eigenen Händen.

Nach dem Auswärtsspiel in Kaan lauten die Aufgaben SC Paderborn II (17.), SuS Stadtlohn (15.) und SuS Neuenkirchen (14.). Die Frage ist: Wird’s doch noch ein goldener Herbst? Oder ein trüber Erkenschwicker November?

Von Olaf Krimpmann

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